Amtierende Miss will Krone nicht übergeben Jetzt wehrt sich die Organisation gegen Lauriane Sallins Vorwürfe

Die amtierende Miss sollte die Krone an ihre Nachfolgerin übergeben. Doch Lauriane Sallin kann sich nicht mit dem neuen Konzept der Wahl identifizieren. Nun äussert sich die Organisation zu ihrer Kritik.
Teaser Miss Schweiz Lauriane Sallin will Krone nicht an neue Miss 2018 übergeben
© KEYSTONE/Anthony Anex, Miss Schweiz/Sven Walliser

Lauriane Sallin ist die erste Miss Schweiz, die ihre Krone nicht an ihre Nachfolgerin übergibt.

Die Miss-Schweiz-Wahl findet nach zwei Jahren Pause am 10. März 2018 wieder statt. Eine frisch gebildete Organisation hat die Wahlnacht neu konzipiert.

Eine wichtige Sache wollten die Macher aber beibehalten: Wie in den früheren Jahren sollte die amtierende Miss in der Live-Sendung die Krone an ihre Nachfolgerin übergeben.

Lauriane Sallin will nicht mitmachen

Das Problem dabei: Lauriane Sallin, 24, hat abgesagt. «Ich habe mich gegen eine Teilnahme an der Wahlnacht vom 10. März entschieden, weil ich nicht hinter dem Konzept der neuen Organisation stehe, die wieder auf rein äusserliche Aspekte setzt. Auch wurde ich nie in angemessener Art und Weise angefragt», sagte die schwangere Miss im Interview mit der «Schweizer Illustrierten».

Die Miss-Schweiz-Organisation (MSO) bedauert gegenüber SI online, dass Sallin die Krone nicht an die nächste Miss Schweiz weitergeben will: «Dies ist umso bedauerlicher, als Lauriane Sallin von einigen der aktuellen Miss Schweiz-Titelanwärterinnen als grosses Vorbild genannt wird», so Ronald Haug, Medienkoordinator der MSO.

Sallins Entscheid sei zu respektieren, heisst es weiter. Die Macher bringen zudem Verständnis dafür auf, dass eine Teilnahme der schwangeren Lauriane allenfalls zu viel für sie werden könnte.

Lauriane Sallin schwanger
© Joseph Khakshouri

Miss Schweiz Lauriane Sallin erwartet ihr erstes Kind.

Dass sich das neue Konzept vermehrt auf Äusserlichkeiten konzentriert, streitet Haug ab. «Die neue Ausrichtung, lehnt sich wieder vermehrt an die ursprüngliche an. Das heisst, sie schliesst die Vermittlung von Herzlichkeit und soziales Engagement nicht aus.» Eben so, wie es Lauriane Sallin getan hatte.

Organisation hofft immer noch auf Sallin

Auf den Vorwurf, dass die amtierende Miss Schweiz nicht in angemessener Art und Weise angefragt wurde, entgegnet der Mediensprecher der MSO: «Dass Lauriane Sallin die Kontaktnahme seitens der neuen Miss Schweiz Organisation aus ihrer Sicht als zu spät erfolgt empfand, tut den Verantwortlichen sehr leid. Das war bestimmt keine Absicht, hängt unter anderem aber auch mit der langen Unsicherheit über die Durchführung der Wahl und den entsprechenden TV-Partner zusammen.»

Wer die Krone überreicht, sei noch offen. Die MSO hofft noch auf Sallin: «Es wäre sehr schön, Lauriane Sallin würde diese Aufgabe doch noch übernehmen, da es sich dabei um einen besonderen Akt gegenüber der neuen Miss Schweiz handelt.»

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