«Distanzieren uns von Casting-Formaten» Aus für die Miss-Schweiz-Wahl

Mehr Substanz und weniger Glamour für die Miss Schweiz: Weil die Quoten der TV-Show im Keller sind, will Missen-Chef Guido Fluri die Live-Übertragung der Wahl aus dem Fernsehprogramm kippen.
Laetitia Guarino und Miss Schweiz 2016 Lauriane Sallin
© David Biedert

Am 7. November übergab Laetitita Guarino (l.) ihre Krone an die amtierende Miss Schweiz Lauriane Sallin.

Mit dem Kauf der Miss-Schweiz-Organisation im Jahr 2012 wollte Guido Fluri der Marke «mehr Glaubwürdigkeit» verschaffen. Vom reinen Schönheitstitel ging es in Richtung Miss mit Mission - Engagements für den guten Zweck gehören auch für die amtierende Miss Schweiz Lauriane Sallin, 22, zum Job.

Wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet, will Fluri nun auch Abstand von der grossen Live-Übertragung der Miss-Schweiz-Wahl Abstand nehmen. Die Quoten sind im Keller, die Produktionskosten hoch, man könne das Geld sinnvoller ausgeben, heisst es. «Wir distanzieren uns einen weiteren grossen Schritt von den anderen Casting-Formaten», bestätigt Sprecher Nik Schwab der Zeitung.

Es werde voraussichtlich weiterhin TV-Sendungen rund um die Miss Schweiz geben und auch «die Kriterien, um sich anzumelden, bleiben äusserlicher Natur», aber: «Bling bling allein reicht uns nicht. Bei der letzten Wahl hat der Beitrag über Laetitia Guarino in Tunesien viele Emotionen und auch Tränen ausgelöst. Das hat uns bewiesen, dass wir die Menschen mit wertvollen Inhalten zum Nachdenken anregen können. Dann hat die Wahl auch einen gesellschaftlichen Nutzen.»

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