Miss Zürich Sandra Marjanovic: «Die Krone wird mir fehlen»

Am Samstag ists endgültig vorbei: Sandra Marjanovic muss ihren Titel abgeben - nach eineinhalb Jahren als Miss Zürich. Wie ihre verlängerte Amtszeit war, welche Zukunftspläne sie schmiedet und wer ihre Nachfolgerin werden soll, hat sie SI online verraten.

Es war Ironie des Schicksals. Erst hatte sich Sandra Marjanovic, 20, gegen die Miss-Zürich-Wahl gesträubt, dann wurde ausgerechnet bei ihr das Amtsjahr verlängert. Weil die Miss-Schweiz-Wahl verschoben wurde, verlegten auch die Organisatoren des Zürcher Schönheitswettbewerbs ihre Veranstaltung. Für Sandra bedeutete das: 18 statt 12 Monate die Krone auf dem Haupt tragen.

Im Nachhinein ist man immer schlauer. Heute ist Sandra froh, hat sie damals auf ihre Mutter gehört und an der Miss-Zürich-Wahl teilgenommen. «Ich würde es sofort wieder tun», sagt sie im Gespräch mit SI online. «Ich erlebte spannende eineinhalb Jahre. Ich habe Schönheitswettbewerbe immer belächelt, aber meine Meinung inzwischen komplett revidiert.»

Die verlängerte Amtszeit ist am Samstag nun aber definitiv vorbei. Wehmütig nach einer so langen Zeit? «Die Krone wird mir fehlen, ja», gesteht sie. «Aber wer mitmacht, weiss: Irgendwann ist es zu Ende. Und ich kann so viele tolle Erinnerungen mitnehmen.» Ihre Zeit als Miss-Schweiz-Kandidatin zum Beispiel. Ein grosses Shooting in der kalifornischen Wüste. Oder die Moderation der Kantonsratspräsidentenfeier in ihrem Wohnort Volketswil. «Das habe ich noch nie vorher gemacht und dann gleich eine so grosse Veranstaltung», schärmt Sandra. Und verrät: Gerne würde sie noch weitere Moderationsjobs erhalten, «um herauszufinden, ob das auch in Zukunft etwas für mich sein könnte».

Vorerst konzentriert sie sich aber auf die Berufsmaturitätsschule, die sie dank ihrem Missen-Verdienst im Vollzeitpensum absolvieren kann. Lernen gehört derzeit zu ihrer Hauptbeschäftigung. Das lenkt auch von der Trennung ab: Ihre Beziehung hat die Amtszeit nämlich nicht überstanden, Adrian und Sandra sind seit Kurzem nicht mehr zusammen. «Mein Titel hat damit aber nichts zu tun», stellt sie klar.

Am Samstag wird sie sich nun auch von ihrer Krone trennen müssen. Sie freut sich, noch einen letzten grossen Auftritt als schönste Zürcherin zu haben. «In einem edlen, roten Kleid von Alessandro Figlioli, das er extra für mich angefertigt hat.» Welche der zwölf Titel-Anwärterinnen ihre Favoritin ist, will und darf sie indes nicht verraten. Denn Sandra sitzt in der achtköpfigen Jury und darf ihre Nachfolgerin mitbestimmen. Für sie steht fest: Die neue Miss muss Talent im Smalltalk besitzen. Authentisch sein. Und: Eine harte Schale haben.

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