Whitney Toyloy Mission erfüllt

Unsichtbar? Von wegen! Whitney Toyloy ist ein globaler Hingucker! Die Miss Schweiz ist eine der schönsten Frauen der Welt. «Das erfüllt mich mit Genugtuung.» Ein Gespräch über Hochs und Tiefs.

Yverdon-Les-Bains, ein schöner Spätsommernachmittag in der Bar Rotonde des Grand Hotel des Bains. Whitney Toyloy, 19, hat es sich auf einem der anthrazitfarbenen Lounge-Sofas gemütlich gemacht. Ihre Haut schimmert noch goldener als sonst. Ein Souvenir von der Miss-Universe-Wahl auf den Bahamas, wo auch das Räkeln unter karibischer Sonne nicht zu kurz kam.

Sensationell: Unsere Miss Schweiz schaffte es dort unter die zehn schönsten Frauen der Welt. Die Waadtländerin mit Multikulti-Background wirkt nicht mehr so mädchenhaft schüchtern wie am Anfang ihrer Karriere: Viel Persönlichkeit ist dazugekommen. Hier sitzt eine junge Frau, die eine bezaubernde Offenheit ausstrahlt. Man spürt: Whitney hat Lust zu reden. Es entwickelt sich ein Gespräch über Höhen und Tiefen.

Whitney Toyloy, Sie wurden an der Miss-Universe-Wahl auf den Bahamas zu einer der zehn schönsten Frauen der Welt gekürt. Eine Genugtuung, nach­dem Sie «Miss Unsichtbar» und «Miss Untreu» genannt wurden?
Die Auszeichnung hat mich sehr ­gefreut. Zumal ich davor wegen meiner Trennung von Karim und der Affäre mit Carl Hirschmann kritisiert wurde. Wie heisst es auf Deutsch? Ende gut?… (Sie überlegt.)

… alles gut.
Voilà!

Und seit Sie an der Miss-Universe-Wahl inmitten vieler aufgepimpter Beautys als natürliche Schönheit aufgefallen sind, nennt man Sie auch noch «Miss Bio».
(Lacht.) Was mir lieber ist als «Miss Untreu»!

Zukunftspläne? «Am Montag nach der Miss- Schweiz-Wahl gehe ich wieder zur Schule»

Was für Zukunftspläne haben Sie?
Ganz profane. Am Montag nach der Miss-Schweiz-Wahl gehe ich in Yverdon in die Schule. Ich muss mein verpasstes Gymi-Jahr nachholen. Nächsten Sommer habe ich dann meine Matura im Sack.

Von der Glamourwelt ins Klassenzimmer: Keine Angst, in ein Loch zu fallen?
Nein, ich bin ja nicht naiv. Das Jahr als Miss Schweiz war genial. Aber die Schule beende ich. Das habe ich mir selber versprochen.

Wollen Sie noch immer Anwältin werden?
Ja, der Beruf fasziniert mich.

Warum eigentlich?
Weil der Job viele Aspekte des Lebens tangiert.

Was, wenn Sie Angebote von Film oder Fernsehen bekommen?
Ich und Schauspielerin? Nein, das wäre ganz und gar nicht meine Welt. Allerdings könnte ich mir vorstellen, eine TV-Sendung zu moderieren.

Gibt es konkrete Angebote?
Es haben Gespräche stattgefunden. Aber mehr kann ich nicht verraten.

Als die Kellnerin das Mineralwasser bringt, flüstert sie Whitney «vous êtes très belle» zu. Whitney lächelt, bedankt sich charmant für das freundliche Kompliment. Sie schlägt die unendlich langen, wunderschönen Beine übereinander, schiebt sich eine Strähne aus der Stirn. Ihre dunklen, mandel­förmigen Augen blitzen ver­führerisch.

Wären Sie gern ein bisschen länger Miss Schweiz geblieben?
Tatsache ist, dass man eigentlich erst zum Schluss eine gute Miss wird. Anfangs musste ich mich in der Rolle zurechtfinden. Jetzt kenne ich die Abläufe und geniesse es richtig.

Was war der Höhepunkt während des Amtsjahres?
Ich kann nicht einen nennen, es gab so viele super Momente.

Und der Tiefpunkt?
Man wird von Leuten kritisiert, die dich noch nie gesehen, geschweige denn ein Wort mit dir gewechselt haben.

Sie mussten einstecken, verdienten dabei aber auch viel Geld. Wie viel?
Rund 400 000 Franken.

Nicht schlecht. Was machen Sie damit?
Ich werde mir eine Wohnung kaufen.

Wo denn?
Im Augenblick ist immer noch Lausanne mein Favorit. Aber vielleicht ist es auch Zürich. Ich bin noch so jung, da kann sich vieles verändern.

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