Sommerserie: 26 Stars, 26 Kantone, 26 Lieblingsorte Mit den Gasparin-Sisters auf Fuchsjagd in Graubünden

In der Sommerserie der «Schweizer Illustrierten» nehmen uns Schweizer Prominente mit an ihren Lieblingsort. Der erste Foxtrail in den Bergen hat vor Kurzem in Lenzerheide eröffnet. Ein Fall für die Gasparin-Sisters! Das Biathlon-Trio geht in seiner Wahlheimat auf Schnitzeljagd in den Bergen – und erlebt dabei manche Überraschung.
Selina Aita und Elisa Gasparin
© Valeriano Di Domenico

Sportlich und clever: Selina, Aita und Elisa (v. r.) schaffen den gut dreistündigen Berg-Foxtrail in Lenzerheide mit Leichtigkeit.

Sie haben Ausdauer und sind zielsicher. Doch in den Bergen einem Fuchs hinterherjagen, das ist Neuland für die Gasparin-Sisters. Der erste Schweizer Foxtrail in den Bergen – was Selina, 33, Elisa, 25, und Aita, 23, da wohl erwartet?

Die drei Profisportlerinnen, die vor einem Jahr wegen der perfekten Biathlon-Infrastruktur aus dem Engadin nach Lenzerheide gezogen sind, haben sich online auf www.foxtrail.ch angemeldet. Die Reservationsbestätigung mit dem Barcode halten sie bereit, als sie das Infobüro an der Talstation Heidbüel in Churwalden betreten. Am Schalter erhalten sie alle Unterlagen: Badges, Tickets für die Gondelbahn sowie ein Schneidebrett. 

Aufgepasst auf der Gondelfahrt!

Per Handy müssen sie sich bei der Helpline anmelden – dann kanns losgehen! Am Startposten im Infobüro entdecken sie bereits den ersten Hinweis: «Aha, wir müssen auf Buchstaben an den Masten der Gondelbahn achten!»

Selina, die älteste und erfolgreichste der drei, schnappt sich direkt die Unterlagen. «Ich habe schon mal einen Foxtrail mit Freundinnen in Luzern absolviert. Das machte total Spass, aber es war halt in der Stadt und nicht in den Bergen.» Vor lauter Schwatzen achten sie in der Gondel gar nicht auf die Masten – und jetzt?! Mithilfe der weiteren Buchstabenkombinationen können sie beim Aussteigen die Hilfestellung zum nächsten Posten rekonstruieren. Glück gehabt!

Die Schnitzeljagd bietet auch der Nase was

Oben angekommen, geht es von Posten zu Posten bergab. Der Weg führt an einem Imbissstand vorbei, doch es ist noch zu früh für einen Apéro, sie haben ja gerade erst begonnen! Auf der gegenüberliegenden Seite des Tals ist das Bergpanorama mit dem Rothorn zu sehen. «Wir sind halt meistens da drüben unterwegs», erklärt Elisa. Seit Anfang Mai läuft die Vorbereitung auf den Biathlon-Winter auf Hochtouren. Auf Rollski, Rennrad oder zu Fuss.

Aita Selina Elisa Gasparin
© Valeriano Di Domenico
Präzision: Aita zeichnet das Bergpanorama auf das Holzbrett. Elisa und Selina dürfen verschnaufen.

Doch heute jagen sie zur Abwechslung mal einen Fuchs. Runter gehts zur Alp Stätz, wo sie am Stall das Foxtrail-Zeichen erkennen. Die drei Klappen des Käsekastens sind mit Duftzerstäubern ausgerüstet. Es riecht nach Heidelbeere, Alpkäse und Fichtenholz. In einem der Kästchen verbirgt sich die richtige Botschaft. Den Masten der Sesselbahn entlang gehts weiter abwärts in Richtung Lenzerheide. Posten für Posten bleiben sie Meister Reineke auf der Spur.

Vorbei an Roger Federers Haus

Bald erreichen sie den Eingang von Sartons, wo Roger Federer wohnt. Sein Anwesen ist vom Weg aus nicht zu sehen, dafür ein weiterer Posten. Aita legt das Holzbrett in eine Halterung – ein Wegweiser wird auf der anderen Seite herausgeschoben. Sie muss die Bergsilhouette auf das Brett zeichnen. Warum, das wird das Trio erst später erfahren.

Der nächste Teil geht dem Heidsee entlang. Hier überschneidet sich der Berg-Foxtrail mit dem kürzeren Rundweg am See, der nur zwei Stunden lang und dadurch auch für weniger sportliche Fuchsjäger geeignet ist. Das Highlight: ein Wasserfall zum Abschalten! Das funktioniert aber nur mit dem Foxtrail-Holzbrett…

High-Tech in der Berglandschaft

Unterwegs treffen die Biathlon-Schwestern unter anderem auf eine Wurzelzwergen-Wohnung und eine sprechende Sitzbank. Zudem müssen sie mit dem Boot auf eine kleine Insel rudern und im Wald über ein SMS ein Audiomodul auslösen. Alles kein Problem für die cleveren Schwestern. Und im Notfall gäbe es ja noch die Helpline, die man jederzeit anrufen kann, um Hinweise zu erhalten.

Aita Selina Elisa Gasparin
© Valeriano Di Domenico

Geschafft! Aita, Selina und Elisa haben das Ziel erreicht. Was sie da erwartet, wird nicht verraten...

Nach gut dreieinhalb Stunden erreichen die Gasparin-Sisters das Ziel des Foxtrails vor einem Lenzerheidner Hotel. Sie scannen ihren Teilnehmer-Code ein und – stopp: Was dann passiert, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten! 

Die Gasparin-Sisters sind begeistert vom Foxtrail in ihrer Wahlheimat: «Es ist eine tolle Sache, weil man sich bewegt und den Kopf anstrengen muss!» 

Drei Tipps der Gasparin-Sisters zum Kanton Graubünden

Im Dossier: Weitere Prominente und ihre Lieblingsorte in der Sommerserie von SI online

Auch interessant