Angehörige wollen Sohn Sky schützen Drehverbot für weitere Filme über Königin von Kamerun

In mehreren Filmen hat SRF-Dok-Filmer Hanspeter Bäni das Leben von Katharina Paholo begleitet. Bis hin zu ihrem Tod im April. Nun möchten die Familienangehörigen vorläufig keine weiteren Filmaufnahmen erlauben. Zum Schutz von Sky, dem Sohn der Königin von Kamerun.
Reine Katharina Facebook Kamerun Fotos
© ZVG

Über Jahre begleitete SRF-Dok-Filmer Hanspeter Bäni Katharina Paholo und ihren Sohn Sky.

Er war dabei, als Katharina Paholo, †52, nach Kamerun auswanderte, besuchte die Königin von Kamerun, ihren Mann und den Sohn Sky, 11, vor Ort. Zuletzt dokumentierte er Paholos Beerdigung, nachdem die Schweizerin überraschend im April dieses Jahres verstorben war. Kaum einer war so nah an Katharina Paholo und ihrer Familie dran wie SRF-Dok-Filmer Hanspeter Bäni, 61.

Gerne hätte Bäni die Familie nach Katharinas Tod weiterbegleitet, wie er nun im Gespräch mit Blick.ch sagt. «Ich hätte gerne einen weiteren Film gedreht und gezeigt, wie es Katharinas Sohn Sky heute geht, jetzt, da er zurück in der Schweiz ist.» Die Familie Hänni - Ruedi Hänni, 58, ist der Bruder von Katharina - wolle das aber nicht, sagt Hanspeter Bäni. Vielmehr soll der Junge die nächsten Jahre von der Öffentlichkeit abgeschirmt werden. «Ich verstehe das. Sie möchten, dass Sky in fünf Jahren selber entscheiden kann, ob er Interviews geben will oder nicht», meint der Filmemacher dazu.

SRF-«Reporter» Tod einer Königin
© SRF

Sky mit seinem Vater Marcelin Paholo an der Beerdigung von Katharina Paholo.

Sky hat sich bestens eingelebt

Sky lebt seit rund einem halben Jahr in der Schweiz in einer Pflegefamilie. Im Gespräch mit Blick.ch zeigt sich Hanspeter Bäni überrascht von dieser Lösung. «Ich kann nicht beurteilen, was für Sky das Beste ist. Ich weiss nur, dass Ruedi eigentlich immer wollte, dass er zu ihm oder zu seiner Schwester geht.»

Gemäss Ruedi Hänni habe sich Sky aber bestens in der Pflegefamilie eingelebt, es gehe ihm «hervorragend». Eine Nachricht, die nicht nur den Dok-Filmer freut.

Auch interessant