Lys Assia Nach Eurovision-Aufregung ins Spital

Mit dem achten Platz an der Schweizer Vorentscheidung des Eurovision Songcontests wollte sich die Grande Dame des Chansons nicht zufrieden geben. Öffentlich wetterte Lys Assia über die Jury und erhitzte damit die Gemüter. Das war zuviel Aufregung: Am Montagmorgen musste sie zur Kontrolle ins Krankenhaus.
«Ich habe mir in letzter Zeit tatsächlich sehr viel zugemutet», gibt Lys Assia zu.
© RDB/Ex-Press/Heike Grasser «Ich habe mir in letzter Zeit tatsächlich sehr viel zugemutet», gibt Lys Assia zu.

Da hat sie sich wohl etwas übernommen. Nach dem Wirbel der letzten Tage musste Lys Assia, 87, am Montagmorgen in die Zürcher Hirslanden-Klinik, weiss der «Blick». Mehrere Stunden habe ihr Aufenthalt gedauert: Herz, Lunge und Blutdruck hätten überprüft werden müssen. Lys Assia gibt zu: «Ich habe mir in letzter Zeit tatsächlich sehr viel zugemutet.»

Noch immer ist sie empört über die Ereignisse der letzten Tage. An der Eurovision-Entscheidungsshow vom Samstagabend reichte es der ehemaligen Grand-Prix-Gewinnerin gerade mal auf Rang acht. Und Juror Stämpf, 43, hatte sie vor Hunderttausenden TV-Zuschauern gedemütigt: Er kritisierte den Zeitgeist ihres Songs «C’était ma vie», bot ihr zudem vor laufenden Kameras das Du an. Ein «Skandal» und eine «Beleidigung» sei das gewesen, urteilte Assia nach dem Wettbewerb und bezeichnete Stämpf öffentlich als «Flegel». Ihr Liederschreiber Ralph Siegel doppelte nach: «Mit einer Grand Dame so zu sprechen gehört sich nicht. Die Jury hat keine Manieren, pfui!»

Das Ergebnis der ärztlichen Untersuchung in der Hirslanden-Klinik wird in den nächsten Tagen erwartet. Assia, die bereits vor einem Jahr einen Mini-Herzinfarkt erlitt, verspricht derweil: «Ich werde es in nächster Zeit ganz gewiss wieder etwas ruhiger angehen als in den vergangenen Tagen.»

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