Schotterpiste statt Catwalk für Nadine Strittmatter Das Model zeigt Video & Fotos von Afrika-Mission

Das Schweizer Topmodel Nadine Strittmatter hat für einmal die Glamour-Fashionwelt hinter sich gelassen und ist vergangene Woche nach Tansania gereist. Bewegt von den Erlebnissen will sie jetzt in der Schweiz Spenden sammeln.

Es ist bereits ihr zweiter Besuch für das Schweizer Hilfswerk SolidarMed in Afrika. Weniger überwältigend war er deshalb aber nicht. Nadine Strittmatter, 31, zeigt sich tief bewegt von ihrer Reise nach Tansania vergangene Woche. Direkt aus der Pariser Modewelt landete das Schweizer Topmodel für einige Tage in einem der entlegensten Gebiete des ostafrikanischen Staats, mitten im Nirgendwo. Der Kontrast zu ihrem Alltag hätte nicht grösser sein können. «Wir schliefen in Betonhäusern», berichtet sie. «Daneben standen Lehmhäuser. Nachts hörte ich überall Ratten. Die waren zwar nicht in meinem Haus, aber rundherum. Ich hörte sicher 30 Ratten.»

Am meisten beeindruckt hat Strittmatter aber ein Besuch im Lugala-Spital. Stundenlang musste sie erst über Staubpisten fahren, um überhaupt dorthin zu gelangen - das bleibt auch den Betroffenen nicht erspart. Über 100 Kilometer weit transportieren die Angehörigen ihre Kranken manchmal auf Tragen oder Velos, um die nötige medizinische Hilfe zu erhalten. «Ich sah einen Mann ohne Hautgewebe auf der gesamten Länge des Unterschenkels», sagt sie. «Schmerzmittel hatte er keine, lediglich Honig, um die Wunde vor Infektionen zu schützen. Trotzdem half er der Pflegerin dankbar beim Verbinden seines Beins.»

Zurück in der Schweiz will das Model die Erlebnisse nicht nur verarbeiten, sondern auch von hier aus weiter helfen. Strittmatter lädt deshalb ihre Geschäftspartner zu einem Charity-Abend ein, an dem sie Fotos zeigt und die Gesundheitsprojekte von SolidarMed vorstellt. Ihr erklärtes Ziel: möglichst viel Geld sammeln.

Über weitere Afrika-Eindrücke berichtet sie im Video:

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