Patrick Liotard-Vogt Der Jetsetter nimmt Stellung zu den Vorwürfen

Er soll angeblich tief in der Kreide stecken und wegen Betreibungen in Millionenhöhe in die Karibik geflüchtet sein. Alles Quatsch, räumt nun Patrick Liotard-Vogt mit den Gerüchten um seine Person auf. 
Patrick Liotard-Vogt trinkt Champagner in Marrakesch
© Dirk Schmidt

Ein Leben in Saus und Braus, das kostet. Und darum soll Nestlé-Erbe Patrick Liotard-Vogt auch angeblich Schulden in Millionenhöhe haben. 

Der Umzug in die Karibik war von langer Hand geplant und die Betreibungen von insgesamt 4.2 Millionen Franken seien unwahr. Patrick Liotard-Vogt, 29, äusserte sich am Donnerstag zum ersten Mal zu den von der «Handelszeitung» erhobenen Vorwürfe, der Jungunternehmer und Nestlé-Erbe hätte Schulden. «Die Faktenlage, die in den vergangenen Tagen in den Medien kolportiert worden ist, ist nicht korrekt. Es laufen Betreibungen gegen mich, nicht in dem Umfang, und verbunden mit Gegenklagen», so der Besitzer des sozialen Netzwerkes A Small World, der Art Facebook für Gutbetuchte, gegenüber «20 Minuten».

In dem Umfang, das bedeutet gemäss der Wirtschaftszeitung, dass die Schweizer Kreditkartenorganisation Diners Club angeblich eine Forderung von knapp 1.2 Millionen stellt. Ausserdem schulde er der JCR ASW Holding 1.6 Millionen und David Degen, Profi-Kicker des FC Basel, soll ebenfalls die Hand - für 1.5 Millionen Franken - aufhalten. «Es liegt keine Betreibung von David Degen gegen mich vor», stellt Liotard-Vogt klar. «Der Auszug aus dem Register war veraltet.» Der 30-jährige Fussballer und er seien so gut befreundet, dass sie Unstimmigkeiten sicherlich nicht in der Presse debattieren würden. Die Angelegenheit mit dem Diners Club, wo er im Verwaltungsrat sitzt, würde er in den kommenden Tagen intern regeln und die Betreibung der Muttergesellschaft seines Netzwerkes sei unwahr. «Es handelt sich um eine Forderung des ehemaligen CEOs Joe Robinson, mit dem ich aufgrund seiner Leistung bei ASW Differenzen habe. Ich besitze 80 Prozent von A Small World und werde von meiner Firma nicht betrieben.» 

Davon, dass Patrick Liotard-Vogt aufgrund der negativen Presse einen Imageschaden erleiden könnte, will er nichts wissen. «Ich lasse mich nicht unterkriegen. Ich bin begeisterter Unternehmer und muss mit dieser Situation leben.» Auf die Frage, wie er seine Zukunft sieht, gibt sich der Jetsetter philosophisch. «Geld ist nicht mein primäres Ziel. Ich möchte nicht reich, sondern reich an Erfahrungen sterben.» 

Dass er derzeit auf dem karibischen Inselparadies Saint Kitts and Nevis wohnt, sei beruflich bedingt. Hier treibe er den Bau des Luxusressorts «Kittian Hill» voran, an dem er mit 40 Prozent beteiligt sei. «Es ist ein faszinierendes Projekt und ich gehe jeden tag mit Freude auf die Baustelle. Eine neue Erfahrung, die mir echt Spass macht.» Hie und da wird er aber auch sicherlich wieder die Schweiz ansteuern. «Die Schweiz liegt mir sehr am Herzen und ich habe ihr nicht den Rücken zugekehrt, sondern verfolge ein Projekt für die kommenden Jahre im Ausland.» 

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