ESC 2013 Nicht nur Lys Assias Song ist schräg

Bis Montag konnte sich Hinz und Kunz für die Schweizer Vorausscheidung des Eurovision Song Contest anmelden. 174 Video gingen beim Schweizer Fernsehen ein. Mit mehr oder weniger Können starten Metal-Bands, Volksmusiker, Technosänger und andere schräge Vögel ins Rennen. SI online hat die Top Ten der skurrilsten Kandidaten mit Potenzial zusammengestellt.

1. ANTHONY BIGHEAD - «DO THE MONKEY»
Der Moderator mit dem grossen Kopf präsentiert auf dem Jugendsender Joiz die Charts und geht nun selbst unter die Musiker. Eigens für seinen ESC-Song kreierte Anthony eine Choreografie. Geht er für die Schweiz nach Malmö, heissts: Tanz den Affentanz! 

 

2. ENIMO - «E LAU CHE DRUE»
Als SI online vergangene Woche einige Kandidaten für den ESC vorgestellt hat, ist wohl einer vergessen gegangen: Enimo. Ginge es nämlich nach den Leserkommentaren, stünde der Österreicher jetzt schon im Finale der Schweizer Vorausscheidung. Vielleicht, weil er offenbar ein Multitalent ist: Nach eigenen Angaben spielt Enimo Flöte, Keyboard, Bass, Schlagzeug und Gitarre, ist zudem Kfz-Mechaniker, diplomierter Masseur, Schweisser und Edelmetall-Schwimmbeckenmonteur.

 

3. KONICHIWA PANDA - «FUJIKO»
Sie machen Electro-Pop, sind eingefleischte Japan-Fans und nennen ihre 1361 Facebook-Fans liebevoll «Little Pandas». Die zwei Deutschen lassen sich von Mangas, Animes, ihrer Kindheit, Liebe und den 80er-Jahren inspirieren. Hören Sie selbst, wie das klingt:

 

4. LYS ASSIA FEAT. NEW JACK - «ALL IN YOUR HEAD» 
«Isn't this Lys Assia?» - und ob sie das ist! Für die «grande dame de la chanson» war klar, dass sie auch heuer wieder antreten würde. Mit Sprüchen wie «Hello, how is the flow?» ist die 88-jährige im 21. Jahrhundert angekommen. Unterstützung erhält sie dabei von der Berner Rap-Truppe New Jack.

 

5. STEILI KRESSÄ - «SULTAN HAGAVIK» 
Ihr Motto lautet: «Der Kater fällt nicht weit vom Suff.» Dass ihr Song in einer feuchtfröhlichen Nacht komponiert wurde, können wir uns nur zu gut vorstellen. Vielleicht liessen sich Steili Kressä aber auch beim Ikea-Einkauf inspirieren. «Sultan Hagavik» ist nämlich die Federkernmatratze des schwedischen Grosskonzerns und der Songtext beschränkt sich auf aneinandergereihte Möbelnamen. So haben wenigstens die schwedischen Gastgeber eine ungefähre Ahnung, was der Männerchor singt.

 

6. THE BIRTHDAY GIRLS - «ATRAS»
Die vier Bandmitglieder kommen aus der Türkei, Deutschland, England und Österreich, sind aber in Zürich zu Hause. Die Band besteht entgegen ihres Bandnamens nur aus Männern und ihre Musik hört sich ein wenig an wie Manu Chao. Sie spielten dieses Jahr bereits am Gurtenfestival auf der Waldbühne.

 

7. TIBERI - «DANCE WITH ME» 
Mit gebrochenem Englisch und dem Video, das an einen Einsatz mit versteckter Kamera erinnert, kann es der St.Galler nicht ganz so ernst meinen mit seiner Teilnahme. Will er auch nicht, sein Ziel sei es, die Leute zum Lachen zu bringen. Schafft er das?

 

8. JUST PHILIPP - «A POP SONG WITH NO MEANING»
Ziemlich theatralisch singt der Solothurner seinen Popsong ohne Bedeutung. Was habe er in der letzten Nacht nur gemacht, fragt er sein eigenes Spiegelbild. Das wiederum lässt uns rätseln: Was hat er sich dabei nur gedacht? 

 

9. SARA MCLOUD - «FALLING DOWN»
Bereits im vergangenen Jahr versuchte sie mit ihrer rauen Stimme, die Schweiz zu vertreten. In Baku angetreten und gescheitert sind dann allerdings die Brüder von Sinplus. Doch die 19-jährige Aargauerin fällt auf - vor allem dank ihrer Gesichtsakrobatik.

 

10. JACK STOIKER - «DI TÜTSCHE SIND BLÖD»
Die Soundqualität seines Lieds «Di Tütsche sind blöd» ist etwa genau so schlecht wie der Inhalt des Songs. Aus seiner Sicht sind aber nicht nur die Deutschen blöd, sondern auch die Franzosen daneben, die Innerschweizer zurückgeblieben, die Italiener bescheuert und die Zürcher könnte er stundenlang verfluchen. Wer nicht über so etwas lachen kann, der sollte hier stoppen.

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