Nicola Spirig Windeln wechseln statt Wettkämpfe

Vier Wochen zu früh kam der Sohn von Nicola Spirig und Reto Hug zur Welt. Die frischgebackenen Eltern merkten schnell, dass nun Yannis Elia das Sagen hat. In der «Schweizer Illustrierten» erzählen die beiden Sportler, wie sie den Spagat zwischen Job, Wettkämpfen und Kind meistern.

Windeln wechseln, stillen und in den Schlaf wiegen stehen bei Olympiasiegerin Nicola Spirig, 31, auf dem Programm. Am 21. März erblickte Söhnchen Yannis Elia das Licht der Welt - vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Die frischgebackenen Eltern hatten zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal einen Namen für ihr Neugeborenes ausgewählt, geschweige denn, das Kinderzimmer in ihrem neuen Haus in Bachenbülach, Zürich, eingerichtet. Vier Monate später ist allmählich der Alltag im Hause Spirig/Hug eingekehrt. Auch wenn der kleine Yannis den Takt vorgibt. «Wir haben gelernt, unseren Alltag um seine Bedürfnisse herzum zu organisieren», erklärt Reto Hug, 38 im Gespräch mit der «Schweizer Illustrierten».

Und natürlich darf neben ihrem ersten Kind auch das Training nicht zu kurz kommen. Im August 2014 möchte Spirig an den Leichtathletik-Europameisterschaften in Zürich teilnehmen. «Über 5000 Meter, 10'000 Meter oder sogar die Marathon-Distanz» sagt sie. Ob sie an den Meisterschaften in Zürich teilnehmen wird, hängt vor allem von einer Person ab. Wenn Yannis weiterhin so gut mitmache, stünden die Chancen gut, erklärt Nicola Spirig. Unter Druck setzen, will sich die Olympiasiegerin aber nicht. «Dafür geniessen wir diese spezielle Zeit zu sehr», so Reto Hug. Der Vater von Yannis Elia ist zurzeit gleich an mehreren Fronten gefordert. Neben der Vaterrolle, arbeitet er bei Swiss Triathlon und begleitete als gelernter Elektriker den Umbau des neuen Hauses.

Doch zum Glück sind die beiden Triathleten «Vielseitigkeit gewohnt», wie Hug sagt. «Zudem ist es ein grosser Vorteil, dass Nicola und ich unsere Arbeitszeit relativ flexibel einteilen können.» Auf diese Weise bleibe bestimmt immer genug Zeit für die Familie. Dass auf einmal alles anders kommen kann, sind sich die beiden Sportler bewusst. «Wenn Yannis in der Nacht plötzlich nicht mehr gut schläft, würde das meinen ganzen Traininsplan auf den Kopf stellen», gibt Nicola Spirig zu bedenken. Denn ein grosses Ziel hat die Zürcherin: Sie plant ihr Comeback in ihrer Paradedisziplin, dem Triathlon. 2016 finden in Rio de Janeiro die olympischen Sommerspiele statt - Yannis wird dann drei Jahre alt sein und könnte seiner Mutter zujubeln.

Lesen Sie die komplette Story über Nicola Spirig und ihre kleine Familie in der aktuellen Ausgabe der «Schweizer Illustrierten», Nr. 30 - seit dem 22. Juli am Kiosk oder auf ihrem iPad.

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