Das persönliche Interview mit Nicole Berchtold «Ich schaue kaum Fernsehen»

Die beliebte «Glanz & Gloria»-Moderatorin Nicole Berchtold verrät, warum ihre Kinder die beste Idee ihres Lebens waren. Wozu sie sich eine Anti-Frust-Pille wünscht. Und wieso «Gummiboum» an ihrer Beerdigung gespielt werden soll.
Nicole Berchtold Persönliches Interview
© Remo Neuhaus

In der Biografie von Nicole Berchtold würde Kate Winslet die Hauptrolle spielen. Dies verrät sie im persönlichen Interview. 

Nicole Berchtold, Ihr Mann, Lars Leuenberger, 42, ist im Hockey-Business. War ein Wechsel zum Sport nie ein Thema für Sie?
Nein, aber lustig, dass Sie fragen. Ich moderiere tatsächlich im August für den Eishockeyverband die Swiss Ice Hockey Awards zusammen mit Reto Müller.

Was für ein Hintergrundbild hat Ihr Smartphone?
Ein Foto meiner beiden Söhne Luis, 5, und Milo, 3, morgens im Bett. Eigentlich waren auch mein Mann Lars und ich drauf, aber ich habe uns rausgeschnitten.

Nicole Berchtold Ehemann Lars Leuenberger und Söhne Luis und Milo
© Kurt Reichenbach

Happy Family: Luis, Nicole Berchtold, Lars Leuenberger und Milo.

Sie dürfen Ihren Wohnort neu designen: Aus welchen Städten, Dörfern und Landschaften setzen Sie ihn zusammen?
Aus den stillen Landschaften im Tessin, aus ein paar Walliser Bergen – das Matterhorn wäre nicht schlecht – und aus der pulsierenden Metropole Mailand.

Welches Gemüse sollte verboten werden?
Schon seit frühster Kindheit habe ich eine Aversion gegen Rüebli. Ich bringe dieses Gemüse einfach nicht runter.

Und was für ein Gemüse wären Sie?
Eine Kartoffel. Sie repräsentiert Power und hat viele Vitamine. Sie wächst im Verborgenen, zeigt nur die Spitze von sich.

Um wie viel Prozent müssten Sie Ihr Arbeitspensum reduzieren, damit Sie massiv glücklicher wären?
Gar nicht! Ich habe mein Arbeitspensum eben erst auf 30 Prozent erhöht.

Nicole Berchtold Persönliches Interview
© SRF

Nicole Berchtold moderiert seit zehn Jahren «Glanz & Gloria».

Wann haben Sie zuletzt etwas Selbstgebasteltes geschenkt?
Ich habe mit meinen Kindern einen Heissluftballon gebastelt – wir müssen ihn aber noch verschenken.

Wo am Körper tuts Ihnen weh?
Mein Fingernagel (lacht). Ich habe ihn beim Schliessen der Kofferraumtüre verletzt. Aber sonst tut mir nichts weh.

Haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie den Teller nicht leer essen?
Ich esse so viel, wie ich mag. Aber ich schöpfe auch nicht so viel. Dafür lieber zwei- oder dreimal.

Haben Sie einen Organspendeausweis?
Ich gestehe, nein. Dieses Thema schiebe ich vor mir her, weiss aber, dass ich mich damit auseinandersetzen will.

Welche Musik soll an Ihrer Beerdigung gespielt werden?
Etwas von Büne Huber. Er hat so philosophische Texte. «Gummiboum», das wäre lustig und passt zu mir.

Meine Kinder sind rundum gut gelungen

Können Sie sich vorstellen, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen?
Ein sehr aktuelles Thema. Ich kann es mir nicht vorstellen, aber ich würde jetzt auch nicht definitiv Nein sagen.

Die bisher beste Idee Ihres Lebens?
Klar, meine Kinder! Das ist rundum gut gelungen.

Und Ihre dümmste Idee?
Als Teenager bin ich mal nachts mit Freunden ins Freibad eingebrochen. Wir wollten nur schwimmen, aber plötzlich kam jemand. Wir sind losgerannt, und es ist nichts passiert, aber mir fiel fast das Herz in die Hose.

Welchen Wunsch haben Sie endgültig begraben?
Als Matrosin auf einem Kreuzfahrtschiff um die Welt zu fahren.

Angenommen, der liebe Gott würde Sie neu erschaffen: Mit den Eigenschaften welcher Berühmtheiten?
Mit der Beweglichkeit von Nina Burri, dem Kampfgeist und der Disziplin von Roger Federer und der Wortgewandtheit von Franz Hohler.

Nicole Berchtold Persönliches Interview «Sing mit deinem Star»
© SRF

Nicole Berchtold präsentierte die Samstagabend-Show «Sing mit deinem Star» auf SRF 1.

Welcher Film oder welches Buch hat Ihr Leben massiv beeinflusst?
Filme weniger und Fernsehen schaue ich kaum. Aber Sachbücher über Kinderpsychologie.

Welche Pille gehört erfunden?
Die Anti-Frust-Pille. Nicht für mich, aber damit wäre sicher vielen Menschen gegen das unsägliche Gemotze geholfen.

Ihr Spitzname als Kind?
Berchti.

Als Sie 16 Jahre alt waren, wie sah da Ihr Zimmer aus.
Ich hatte ein grosses Poster von Pirmin Zurbriggen und viele von Charlie Chaplin. Ich war ein Riesenfan!

Falls Ihr Leben verfilmt wird, welcher Schauspieler soll die Hauptrolle spielen?
Kate Winslet.

Was in Ihrem Alltag müssten Sie aus ökologischer Sicht dringend verändern?
Definitiv weniger Auto fahren.

Nicole Berchtold Persönliches Interview
© Thomas Buchwalder

Die 39-Jährige brilliert auch als Moderatorin verschiedenster Events. 

Bei wie viel Franken pro Liter Benzin wäre für Sie die Schmerzgrenze erreicht?
Da gibts keine Grenze, leider. Ich würde immer Auto fahren.

Haben Sie ein Tattoo?
Einen Halbmond am Unterarm.

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schulschatz?
Klar, er hiess Christoph, und wir sassen die ersten vier Jahre in der Primarschule nebeneinander.

Über welches Geschenk haben Sie sich zuletzt gefreut?
Mein Mann hat mir eine wunderschöne Kette zum Geburtstag geschenkt. Sie wurde von einem befreundeten Goldschmied extra für mich angefertigt.

Im Dossier: Weitere persönliche Interviews

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