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Zweite Schweizer Olympia-Medaille

Beat Feuz holt Abfahrts-Bronze

Beat Feuz donnert an den Olympischen Spielen in Pyeongchang zu Abfahrts-Bronze. Die Goldmedaille schnappt ihm Aksel Svindal weg. Silber geht an dessen norwegischen Landsmann Kjetil Jansrud.

Beat Feuz_Olympia 2018

War auf Goldkurs, kann aber auch mit Bronze gut schlafen: Top-Favorit Beat Feuz.

Keystone

Was für ein Olympia-Krimi! Mit der Nummer fünf geht Top-Favorit Beat Feuz, 31, an den Start und donnert die von Bernhard Russi erbaute Piste in Jeongseon runter. Es herrschen perfekte Wetterbedingungen: Nachdem es Athleten und Zuschauern vier Tage lang den Wind um die Ohren geschlagen hat, zeigt sich das Ski-Ressort nun von seiner schönsten Seite. Wärmere Temperaturen, die Sonne lacht, fast kein Wind - ein würdiger Rahmen für eine Olympia-Abfahrt.

Zittern um Bronze

Feuz hat ein klares Ziel: Gold! Doch im oberen Teil schüttelts den Schangnauer immer wieder durch, er zeigt eine ungewohnt wacklige Fahrt. Unten aber macht der Kugelblitz auf, schnappt sich die Führung. 

Doch dann kommt Aksel Svindal, 35, und brilliert auf dem letzten Abschnitt. Der Norweger klaut Feuz die Spitzenposition und den Olympia-Sieg. Dann halt Silber? Leider nein. Mit der Nummer 9 schiebt sich Kjetil Jansrud, 32, zwischen Svindal und Feuz. Ab sofort zittern die Schweizer Fans um Bronze – denn es stehen noch vier Österreicher oben. Nachdem zehn Fahrer unten sind, erscheint Feuz erstmals vor dem Mikrofon. 

«Ich hatte eine Rakete an den Füssen»

Feuz kann seine Enttäuschung nicht verbergen: «Es wird keine Medaille geben. Der Schnee ist glatter, es ist anders zu fahren. Es ist ärgerlich. Es fehlt verdammt wenig. Und das Setting war super, ich hatte eine Rakete an den Füssen!» Doch Östereicher um Östereicher beisst sich an Feuz’ Zeit die Zähne aus. Wenig später scheitern auch Innerhofer und Theaux. Feuz holt sich Bronze!

Kann auch mit Bronze gut schlafen

Nach dem grossen Zittern und der Bronze-Medaille sagt Feuz: «Die Fahrt ist eigentlich nicht gut genug. Aber es hatten alle mit den neuen Verhältnisse zu kämpfen. Es wäre schön gewesen, ganz noch vorne zu fahren. Aber ich kann auch mit Bronze gut schlafen.» Auch auf Instagram zeigt der Lauberhorn-Sieger sich dann wieder von seiner strahlenden Seite und postet zur Bronze-Medaille einen Smiley und das Victory-Zeichen:

Von Maria Ryser am 15. Februar 2018