Patrick Küng «Im Ziel hatte ich weiche Knie»

Am 84. Lauberhorn-Rennen in Wengen gab es einen grossen Schweizer Sieg: Der Glarner Patrick Küng hat es allen gezeigt und bei der Abfahrt die schnellste Zeit hingelegt. Damit ist ihm der Sprung unter die Grossen des Skisports gelungen. Dennoch ist «King Küng» die Ruhe selbst - jedenfalls fast.
Patrick Küng gewinnt die Lauberhornabfahrt 2014
© Adrian Bretscher

Der Glarner Sonnyboy hat grosse Ziele. «Ach, den Lauberhorn-Sieg habe ich nun ja. Jetzt kommt anderes - vielleicht Kitzbühel», sagt Patrick Küng.

Was für ein historischer Tag für Patrick Küng! Nur eine Woche nach seinem 30. Geburtstag erfüllt sich für ihn der Traum eines jeden Schweizer Skifahrers: Er gewinnt die Lauberhorn-Abfahrt. Dennoch ist der Glarner Sonnyboy auch am wohl verrücktesten Tag seines Lebens mit einer Ruhe unterwegs, als würde er dies nicht zum ersten Mal erleben. Ob beim Schwatz mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann, 61, oder beim Treffen mit den Fans nach nur wenigen Stunden Schlaf.

Doch wer denkt, der Lauberhorn-Sieger sei ein zweiter Iceman, täuscht sich: «Im Ziel hatte ich weiche Knie, da waren schon viele Emotionen», gesteht er in der aktuellen «Schweizer Illustrierten». Dies zeigt sich beim TV-Interview, denn da kann er einen Moment lang kaum weitersprechen. Überwältigend ist schliesslich die Siegerehrung am Abend: Bei der Nationalhymne glitzern die Tränen in den Augen von Patrick Küng - und die Fans jubeln für ihren neuen König, als gäbe es kein Morgen. Das seien halt spezielle Momente, sagt der 30-jährige Single-Mann. «Man hat das Gefühl, dass ein so schöner Augenblick der Familie etwas zurückgeben kann. Meine Eltern haben früher sehr viel in mich investiert.»

Früher? Papa Georg Küng tut dies heute noch. Ein Zwanzigernötli hat er auf seinen Sohn gesetzt. Allerdings ein bisschen defensiv auf eine Podiumsplatzierung, nicht auf den Sieg. Wie viel Geld es ihm eingebracht hat, hat er vergessen. Aber was sind schon ein paar Franken gegen die Gefühle und den Stolz, den er in diesem Moment empfindet.

Die ganze Geschichte mit Patrick Küng und private Bilder gibts in der aktuellen «Schweizer Illustrierten» Nr. 4 - ab 20. Januar am Kiosk oder auf Ihrem iPad.

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