«Das isch völlig für nüt!» Polo Hofer disst Schweizer Rap

Wenn sich Polo Hofer Schweizer Rap anhört, dann prallen Welten aufeinander. Die Reaktionen der Mundart-Legende sind köstlich – und vernichtend.

Wenn sich Polo Hofer, 72, zu Musik äussert, dann hören wir hin. Das Rock'n'Roll-Urgestein ist eine Institution der Schweizer Musik und nie um einen deftigen Spruch verlegen. Was passiert, wenn man der Mundart-Legende modernen Schweizer Rap vorlegt, hat das Hip-Hop Magazin «Lyrics» getestet.

Ist Rap Kunst?

Polos Reaktionen sind köstlich: Ein Rapper müsse eigentlich die Branche wechseln, denn: «Im Bundeshaus in Bern gibt es schon genug Rap.» Seine Raktion auf Ben Whales Cover von Mani Matters «Heidi» fällt vernichtend aus: «Das ist für gar nichts! Mani Matter ist immer noch besser, und er braucht kein künstliches Schlagzeug.» Ein bisschen Lob gibt es für Pronto & The Rookiez: «Er versucht eine Melodie [zu singen]. Das könnte ich mir am Radio vorstellen.» Dann der nächste Verriss an die Adresse von allen Rappern: «Sie reimen schlecht. Und dieses im Takt schnurre, ist das eine Kunst? Nein.»

Alle lieben Polo-National

Die Hip-Hop-Community reagiert oft empfindlich bei solchen Angriffen. Etwas anders bei Polo: Seine knurrig-sympathische Art kommt trotz der Kritik an. Rapper Gimma vergibt liebevoll: «Er war schon immer ein Hater.» Die Rap-Grösse Greis schreibt: «Rap ist kein Job, in dem man würdig alt wird.» Andere Kommentatoren fordern Hofer sogar auf, als Reporter für das Magazin zu arbeiten. Ob es so weit kommen wird? Amüsant wäre es auf jedenfall!

Lesen Sie mehr: Polo Hofer hat kürzlich eine Statue erhalten und musste im Rollstuhl kommen.

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