Pony M. «Ich, die Mehrheit»-Experiment gestartet

Drei Wochen lang lässt Bloggerin Pony M. die Schweiz über ihr Leben bestimmen. Seit Sonntag können Interessierte sich bei «Ich, die Mehrheit» entscheiden, was die 32-Jährige tun darf - oder eben nicht.
Bloggerin Pony M. SRF-Experiment
© via http://ichdiemehrheit.srf.ch

Die Mehrheit hat bestimmt: Pony M. musste am Sonntag trotz Regen spazieren gehen.

«Was soll ich am 18. Mai zur Mindestlohninitiative abstimmen?», «Darf ich Delivery Food bestellen, oder soll ich die Reste von gestern aufwärmen?» und «Soll ich über den Hafenkran schreiben oder über das Sechseläuten?». Im SRF-Experiment «Ich, die Mehrheit» legt Pony M. ihre täglichen Entscheidungen in die Hände der Öffentlichkeit und erlebt so die direkte Demokratie.

Bei jeder Frage entscheidet die Mehrheit, was die Bloggerin, die mit bürgerlichem Namen Yonni Meyer heisst, am Ende tun soll. Seit Sonntag können Interessierte die Erlebnisse von Pony M. im Internet verfolgen. Bis jetzt scheinen die «Stimmbürger» es gut mit der Frau zu meinen. Zumindest liessen sie ihr schon den Bestellservice durchgehen und statt sie am Montag heimlaufen zu lassen, gewährten ihr die Wähler eine Tramfahrt.

Bloggerin Pony M. SRF-Experiment
© via http://ichdiemehrheit.srf.ch

Frühaufsteherin ist Pony M. eigentlich nicht. Für das Experiment muss sie aber etliche Termine wahrnehmen.

Die 32-Jährige befasst sich in ihrem Blog auf Facebook schon lange erfolgreich mit gesellschaftlichen Themen. Das Demokratie-Experiment soll nun zur Diskussion über ebendiese Themen anregen, wie Pony M. im Vorfeld erklärt. Dass fremde Menschen selbst über kleinste Entscheidungen ihres Lebens entscheiden können, stört die Zürcherin nicht: «Meine Schamgrenze ist niedriger als die anderer Menschen.»

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