Christina Surer Reisetagebuch: Es verschlägt ihr die Sprache

Als Botschafterin des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) reiste die Rennfahrerin und Moderatorin nach Nepal, um sich vor Ort von den Hilfeleistungen zu überzeugen. Für SI online führte Christina Surer Tagebuch. Im achten Teil berichtet sie über die Gastfreundschaft der Einheimischen.

TAG 8

Was für ein Abend, was für eine Nacht, die da hinter uns liegt. Zusammen mit Mitarbeitern des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) und Silvan und Nathan von der «Schweizer Illustrierten» haben wir bei Rita übernachtet. Rita ist eine der Frauen, die in der aktuellen Werbekampagne des SRK porträtiert werden. Ihre Gastfreundlichkeit hat mich überwältigt.

Den ganzen Abend hat sie in der winzigen Küche über dem offenen Feuer für uns gekocht. Und hat dabei wahre Köstlichkeiten gezaubert. Heute erzählt uns Rita, was der Brunnen, den das SRK finanziert hat, für sie und das ganze Dorf bedeutet. Früher, so erzählt sie, habe sie fünf bis sechs Stunden damit verbracht, Wasser an der Quelle zu holen. Heute könne sie einfach das Haus verlassen und zum Brunnen gehen. Eine extreme Erleichterung.

Noch augenscheinlicher ist die Veränderung für Familien mit Kindern. Bevor es einen Brunnen im Dorf gab, mussten die Kinder beim Wasserschleppen helfen. Jetzt, mit dem Brunnen, können sie die Schule besuchen, weil Zeit dafür bleibt. Es ist extrem eindrücklich, was Wasser plötzlich bedeutet. Der Abschied von Rita und dem Dorf ist sehr emotional. Ihr Gastfreundschaft überwältigt mich. Im Jeep auf der Rückreise sind wir alle ganz still.

Am Freitag, 14.9.2012, endet die Nepal-Reise mit dem letzten Tagebucheintrag von Christina Surer auf SI online. Die ganze Geschichte erscheint in der «Schweizer Illustrierten» vom 17. September 2012.

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