Christina Surer Reisetagebuch: Fotoshooting unter freiem Himmel

Als Botschafterin des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) reiste die Rennfahrerin und Moderatorin nach Nepal, um sich vor Ort von den Hilfeleistungen zu überzeugen. Für SI online führte Christina Surer Tagebuch. Im sechsten Teil berichtet sie über die Notwendigkeit der Hilfsprojekte.

TAG 6

Immer noch in Salya. Langsam gewöhnt man sich an die neue Umgebung. An den milchigen Tee und Dal Bhat, das Nationalgericht mit Reis und Linsen. Inzwischen ist eine grössere Crew vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) eingetroffen. Das Team hat vor Ort für die neue Kampagne recherchiert und fotografiert. Die Crew hat tagelang unter einfachsten Bedingungen gelebt. Man sieht es ihnen an – und riecht es. Ihnen kommt der einfache Wasserhahn, der im Hotel als Dusche fungiert, wie der grösste Luxus vor.

Am Nachmittag lernen wir die Protagonisten der SRK-Kampagne kennen. Die SRK-Leute haben ein behelfsmässiges Fotostudio unter freiem Himmel aufgebaut und filmen und fotografieren die Leute für die Werbekampagnen. Die Menschen erzählen, wie sich ihre Lebenssituation dank dem SRK verbessert habe. Ich bin beeindruckt von den Geschichten, die sie erzählen. Rita zum Beispiel, die früher fünf bis sechs Stunden pro Tag damit verbracht hat, Wasser von einer weit entfernten Quelle in ihr Haus zu schleppen. Jetzt gibt es dort dank dem SRK einen Brunnen. Was für eine neue Lebensqualität für Rita.

Langsam wird mir klar, wie wichtig die SRK-Projekte hier sind. Und ich denke gerade daran, wie wenig wir daheim fliessendes Wasser, Hände waschen oder eine Dusche schätzen. Das Nachtessen gibt’s bei Kerzenschein. Stromausfall. Was wir essen? Natürlich Dal Bhat, das nepalesische Leibgericht mit Linsen und Reis! Ein Dälchen, wie wir schon sagen …

Am Mittwoch, 12.9.2012, gehts weiter mit Christina Surers Reisetagebuch auf SI online. Die ganze Geschichte erscheint in der «Schweizer Illustrierten» vom 17. September 2012.

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