Christina Surer Reisetagebuch: Sie kehrt in die Hauptstadt zurück

Als Botschafterin des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) reiste die Rennfahrerin und Moderatorin nach Nepal, um sich vor Ort von den Hilfeleistungen zu überzeugen. Für SI online führte Christina Surer Tagebuch. Im neunten Teil berichtet sie über die Rückkehr nach Kathmandu.

TAG 9

Zeit für die Heimreise. Mit dem Jeep sind wir von den Bergen zurück nach Nepalganj gefahren. Von dort geht’s mit Buddha-Air zurück nach Kathmandu. Schon wieder ein kleiner Kulturschock. Nach der Ruhe und Abgeschiedenheit der Berge sind wir plötzlich wieder im Moloch Kathmandu.

Aber die Grossstadt hat auch ihre guten Seiten. Es gibt wieder eine richtige Dusche und mehr zu essen als jeden Tag Dal Bhat, das traditionelle nepalesische Essen mit Linsen und Reis. Am Nachmittag besuchen wir den Durban Square, den historischen Platz in der Innenstadt Kathmandus. Dort lebt eine lebende Göttin, eine junge Frau, die von den Nepalesen hoch verehrt wird. Nur an ein paar Tagen im Jahr darf sie das Haus verlassen.

Mit etwas Glück jedoch zeigt sie sich an einem Fenster im Innenhof ihres Tempels. Wir warten und warten. Aber das Glück ist heute nicht auf unserer Seite. Die lebende Göttin mag sich heute nicht zeigen. Was solls, denke ich. Ich habe die vergangenen Tage genug für ein halbes Leben gesehen.

Die ganze Geschichte erscheint in der «Schweizer Illustrierten» vom 17. September 2012.

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