TV-Koch war tagelang eingeschneit René Schudel flog sich selbst aus Zermatt raus

Tagelang waren tausende Besucher im Skiort Zermatt eingeschneit. Darunter befand sich auch Fernseh-Koch René Schudel. Im Gespräch mit SI online erzählt er, wie die Situation vor Ort war und wie er sich und seine Freunde gleich selber evakuierte. 
René Schudel
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René Schudel ist nicht nur König der Küche sondern auch der König der Lüfte. Der TV-Koch flog sich und seine Freunde grad selber aus dem eingeschneiten Winterort. 

Eigentlich sollte es nur ein verlängertes Wochenende in den Bergen werden. Auch der beliebte TV-Koch René Schudel, 41, fuhr am vergangenen Freitag mit Freunden aus Ibiza nach Zermatt, um ihnen die Schweizer Bergwelt schmackhaft zu machen. Am Montag wollte die dreiköpfige Gruppe wieder nach Hause reisen. Daraus wurde aber nichts. 

Am Fusse des Matterhorns kam es zu heftigen Schneefällen. Folglich stieg auch die Lawinengefahr, weshalb weder An- noch Abreise möglich waren. «Ab dem Moment, wo ich wusste, dass wir nicht abreisen können, habe ich mich zurückgelehnt und mir eine gute flasche Wein gegönnt», verrät Schudel gegenüber SI online.

René Schudel Matterhorn
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Tolle Aussicht: Das Matterhorn im Morgenrot.

Einziges Transportmittel in den vergangenen zwei Tagen war eine Luftbrücke der Air Zermatt. Als begeisterter Hobby-Pilot wählte er schon bei der Anreise den Helikopter. Aus diesem Grund bereitete ihm die Rückreise keine Umstände, Schudel griff sogar selber zum Steuerknüppel und flog sich und seine Begleitung sicher bis nach Raron.

Dennoch, der Ansturm auf die Flüge war enorm. Polizei und Feuerwehr koordinierten in Zusammenarbeit mit der Air Zermatt die Abflüge. 

René Schuidel
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Stellenweise fielen in der Region Zermatt zwei Meter Schnee in nur 24 Stunden.

Besorgte Anrufe aus der Heimat

Medien weltweit griffen das Thema auf und berichteten über die Lage in Zermatt. So auch in Spanien, der Heimat von Schudels Freunden. Auf die dramatische Berichterstattung folgten besorgte Anrufe der Angehörigen. Belustigt berichtet der Koch, dass sich Verwandte und Freunde nach Lebenszeichen erkundigten. 

«Es wird alles aufgebauscht, man darf nicht vergessen, dass solche Wetterlagen früher öfters vorgekommen sind. Die Gemeindebetriebe sowie die Air Zermatt waren bestens darauf vorbereitet und haben hervorragende Arbeit geleistet. Demzufolge war alles halb so schlimm.»

 

Nature - always stronger #zermatt #matterhorn

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Jan 9, 2018 um 8:22 PST
 
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