Roger Federers Töchter spielen Coaches «Meine Mädchen geben mir Tipps»

Nach der Arbeit die Erholung? Nicht ganz. Neben dem Tennisplatz warten auf Roger Federer Papi-Pflichten. Nach dem Achtelfinale an den Australian Open plauderte der Tennis-Star am Sonntag gutgelaunt über seine Kinder und Erziehungsfragen.

Er machte kurzen Prozess. Nach knapp eineinhalb Stunden war am Sonntag Roger Federers Sieg gegen David Goffin klar - und sein Einzug in die Viertelfinals an den Australian Open. Jetzt aber ab ins Bett, stand für den 34-jährigen Schweizer fest. Denn: Seine vier Kinder wird es später nicht interessieren, ob Papi nur wenige Stunden Schlaf hatte. «Es wird sicher halb drei Uhr, bis ich im Bett bin. Das ist noch akzeptabel. Aber es ist jetzt wichtig, dass ich die Medientermine schnell erledige, schnell esse, in die Massage gehe und schnell schlafen gehe», so Federer.

Zurzeit seien er und seine Frau sehr mit Erziehungsfragen beschäftigt, verrät der Tennis-König. «Das ist eine Herausforderung für mich und Mirka.» Von nichts kommt nichts - Federer ist es wichtig, dass seine Zwillinge - die Mädchen sind sechs-, die Jungs einjährig - das verstehen. «Ich sagte ihnen, sie könnten alles werden, was sie werden wollen - wenn sie hart dafür arbeiten. Es ist nicht so, dass man eines Morgens aufwacht und einfach grossartig ist», erklärt er und schnippt dabei mit dem Finger. «Ich sagte ihnen auch, dass ich nach all den Jahren immer noch rausgehe und hart arbeite, um besser zu werden. Ich denke, dass dies für sie mehr und mehr Sinn ergibt. Sie merken es auch jetzt, im Sport, oder beim Lesen und Schreiben lernen, dass es etwas bringt, wenn man lange am gleichen dran bleibt.»

Roger Federer würde gerne in der Schweiz bleiben

Tennis ist bei den Federers auch zu Hause Thema Nummer 1. Seine Töchter Charlene und Myla geben ihrem berühmten Vater inzwischen sogar Ratschläge. «Eine sagte, ich soll auf die Linien spielen», sagt Federer lachend. «Ich sagte, okay, das tue ich. Die andere sagte, ich soll versuchen, in eine Richtung zu schauen und in die andere Richtung zu spielen. Ich sagte, gut, ich versuche es. Es ist nicht so leicht, wie du denkst, aber ich versuche es.» Das sei lustig gewesen. «Ja, sie geben mir schon Tipps. Und sie sind gute Coaches.»

Roger Federer beschäftigt sich aber auch mit der Kehrseite der Medaille. Die Familie ist ständig unterwegs, übernachtet die meiste Zeit des Jahres in Hotels. «Natürlich hätte es Vorteile, immer am gleichen Ort zu sein, immer in der Schweiz wäre wunderbar», gibt er zu. «Wir könnten mehr aufs Land gehen, sie in eine normale Schule stecken und all das.» Seine Kinder seien sich das Nomadenleben aber gewöhnt. «Es ist das einzige, das sie kennen - und ich in den letzten 20 Jahren auch.»

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