«Wir lockern die Regeln, was Essen und Fernsehen angeht» Auf Reisen ist Roger Federer kein strenger Papi

Tennis-Profi Roger Federer verrät, wo er am liebsten die Ferien mit seiner Familie verbringt, wieso Reisen gut für seine vier Kinder ist, und wohin sein Traump-Trip ihn führen würde.
Roger Federer Porträt 2018
© Imago

Tennisstar Roger Federer ist vierfacher Vater.

Alle paar Tage seinen Koffer zu packen, gehört seit 20 Jahren zu Roger Federers Leben. Für die zahlreichen Tennisturniere reist der Maestro jedes Jahr um die Welt. Oft an seiner Seite sind Ehefrau Mirka, 40, die Zwillingsmädchen Myla Rose und Charlene Riva, beide 9, sowie seine Zwillingsbuben Leo und Lenny, beide 4.

«Sie dürfen viel mehr, als wenn wir zu Hause wären»

«Sie waren schon auf so vielen Flügen! Meine Frau hat da den Überblick, aber das möchte wohl lieber niemand wissen, sonst heisst es noch, wir seien schlechte Eltern!», sagt Federer im Interview mit «CNTraveler». Wie geht das organisatorisch? «Die Kinder haben Priorität. Wir tun alles, damit sie es bequem haben.» Für Federer ist es wichtig, dass seine vier Kinder auf den vielen Reisen Spass haben. «Wir lockern die Regeln, was Essen und Fernsehen angeht - sie dürfen viel mehr, als wenn wir zu Hause wären», erklärt das Tennis-Ass.

Sehen Sie in unserer Galerie 37 Momente aus Roger Federers Leben:

Von der Zeit im Flieger können die Kleinen sogar profitieren, ist Federer überzeugt: «Beim Reisen lernt man, geduldig zu sein, zu planen und Abläufe zu optimieren - das ist gut für sie.» Um trotz unterschiedlichster Zeitzonen einen Jetlag zu vermeiden, sei es wichtig, den normalen Tagesablauf stets beizubehalten, egal, wo man gestern war und heute ist, so King Roger. Für die Federers bedeutet das konkret, dass sie ihre Mahlzeiten immer zur gleichen Zeit einnehmen und die Familie die gewohnte Schlafenszeit respektiert. «Und nicht schummeln bei diesen Sachen!»

Die Federers haben eine Packliste

Mit neun und vier Jahren sind seine Kinder noch zu jung, um ihre Koffer selbst zu packen. Das erledigen Mama Mirka oder Papi höchstpersönlich. «Wir beginnen mit dem Packen ein paar Tage, bevor wir gehen. Wir legen die Koffer alle vor uns aus, haben eine Liste, die wir abarbeiten.» Den Löwenanteil daran stemmt Mirka: «Meine Frau macht das fantastisch - und ich helfe, wo ich kann.»

Mirka Federer 2018
© imago/Colorsport

Sie ist für ihren Roger schon so oft ins Flugzeug gestiegen: Mirka Federer unterstützt ihren Mann stets auf der Tribüne.

Am Ende seien es immer über 20 Koffer, die sie mitschleppen, so Federer. Ein Grossteil des Kofferbergs beherbergt Dinge, die der Maestro selber braucht: Sportschuhe, Sportbekleidung, Stirnbänder und Manschetten.

«Wir relaxen am Strand»

Danach gefragt, welches seine Lieblings-Destination für Familienferien sei, sagt Federer: «Wir lieben die Malediven, das ist ein ruhiger Platz für uns, wo wir alle zusammensein können.» Als Mirka und Roger noch kinderlos waren, haben sie den Urlaub oft auf Mauritius, den Seychellen oder den Turks- und Caicosinseln verbracht. Ein riesiges Programm hat die Familie offenbar nicht: «Wir relaxen am Strand, haben Spass - das ist unsere Energiequelle.»

Im Winter fahren Federers auch mal in die Berge. «Die Kinder haben angefangen, Ski zu fahren.» King Roger selbst stand seit zehn Jahren nicht mehr auf Skis. «Ich werde das aber nach meinem Rücktritt wieder tun», versichert Federer.

Roger Federers Kinder: Myla Rose Charlene Riva Leo und Lenny bei einem Tennis-Match 2018
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Die Federer-Kids vereint: Myla Rose, Charlene Riva, Leo und Lenny.

Federer will mit dem Auto Frankreich erkunden

Für die Zukunft hat der Tennisspieler eine Wunsch-Destination, die er besuchen möchte: «Ich würde liebend gerne nach Afrika reisen - meine Mutter kommt aus Südafrika und wir haben dort eine Stiftung, wo wir Kinder für eine bessere Ausbildung unterstützen.» Auch würde der Maestro gerne mal das Transportmittel wechseln: «Ich sehe ein schönes Auto vor meinem inneren Auge mit nur einem Koffer drin.»

Gemeinsam mit seiner Frau und den Kindern würde Roger Federer durch Frankreich oder Italien fahren. Sein Roadtrip wird wohl erst in ein paar Jahren Realität: «Es würde so viel Spass machen - aber ich werde warten müssen, bis ich in Rente gehe!»

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