Roger Federer ganz schön schlagfertig «Ich bin schuld, wenn Männer Pink tragen»

Auf dem Platz punktet Kind Roger nicht nur mit seinem Spiel, er ist auch der beste Komiker! Auf jede Frage von Tennis-Legende Jim Courier und Komiker Will Ferrell trifft er voller Witz ins Schwarze.
Roger Federer Australian Open
© Corinne Debreuil

Der König von Australien: Roger Federer präsentierte den Polkal Norman nach dem Sieg im Government House von Melbourne: «Im Pokal könnte man auch ein Fondue machen», scherzt Federer später.

Will Ferrell: Roger, würden Sie Ihr Spiel als das einer geschmeidigen Gazelle beschreiben?
Roger Federer (lacht): Vielleicht! Vielleicht auch nicht. Werden die am Ende nicht immer gegessen?
 
Ferrell: Nicht, wenn sie schnell genug sind ... Roger, Sie lieben das Publikum hier. Aber nervt es nicht, wenn die immer schreien: Come on, Rogäär? Come on, Rajah?
Sie erinnern mich nur an meinen Namen. Das ist gut, wenn man, so wie ich, älter wird.
Roger Federer
© Getty Images
Nach dem Erstrundenmatch wird Federer von Will Ferrell (l.) und John McEnroe ausgefragt. 
 
Jim Courier: Roger, Sie haben gesagt, Sie möchten Ihren Kindern keine einhändige Backhand beibringen. Warum?
Na ja, beidhändig ist einfacher. Und sogar ich kann heute einen Beidhänder nicht mehr schlagen. Am Anfang sind doch die Schläger so schwer für die Kinder, und so hat man mehr Kontrolle. Ich habe meine ganze Karriere mit meiner Rückhand gekämpft. Ich hatte früher nicht die Muskeln in der Schulter. Als Kind fing ich mit fünf, sechs Jahren beidhändig an. Jetzt ist die linke Hand nur noch Dekoration.
 
Courier: Wie oft spielen Ihre Kinder Tennis?
Wie viel Zeit haben wir denn für das Interview?
 
Courier: Oh, kein Problem. Es kommen keine Live-Matches mehr.
Ob die Leute sich wirklich für meine Pläne interessieren? Ich dachte, ihr Leute lasst mich einfach gehen und eine Dusche nehmen! Okay, die Mädchen lieben Tennis seit etwa drei Monaten. Wir kriegen also endlich das 
Investment zurück, das wir die letzten vier Jahre in sie reingesteckt haben. O mein Gott, davor waren sie so unglaublich unmotiviert! Ich glaube, ich war auch so als Kind.
 
Courier: Sie haben erstmals in diesem Turnier während des Tages gespielt. Haben Sie sich irgendwie anders vorbereitet oder nur Sonnencreme aufgetragen?
Ja, genau. Eine Sonnenbrille und ein Handtuch könnte ich auch gebrauchen für den Strand. Im Ernst: Ich habe den Wecker einfach früher gestellt.
 
Roger Federer
© Getty Images

Jim Courier und Roger Federer haben Spass beim Platzinterview nach Spielrunde 4.

Courier: Heute Abend haben Sie frei. Was ist der Plan: Dinner mit Mirka und tanzen gehen?
Das ist das, was Sie früher gemacht haben, nicht wahr? Erst spielen und dann tanzen gehen! Ich würde gern mit Mirka essen. Aber Moment ... sie ist offensichtlich gegangen. Sie hat wohl andere Pläne ...
 
Courier: Designen Sie die Nike-Mode, die Sie tragen, auch mit? Ich mag den Zipper an Ihrer Jacke.
Oh, danke. Das war jetzt für mich heute wichtig, bevor ich im Bett die Augen zumache, dass die Jacke Ihnen gefallen hat. Ich werde denken: Oh, Jim mag meinen Look, alles ist gut! Wenn Männer hier Pink tragen, bin
wahrscheinlich ich dran schuld.
 
Courier: Rafa kam heute ärmellos. Wann sehen wir das bei Ihnen?
Das wird nicht passieren. Meine Arme sehen nicht so aus wie seine. Ich liebe seinen Look. Nike gab mir seine Caprihosen zum Probieren, bevor er sie trug. Ich zog sie in Basel an, und alle anderen Spieler schauten nur so: Was soll das denn sein? Ich bin offensichtlich nicht der Typ dafür. Er sollte sie mal wieder anziehen.
 
Courier: Wo bewahren Sie eigentlich alle Ihre Trophäen auf?
Fast alle zu Hause. Ich habe ein nettes Trophäen-Zimmer. Da gehe ich manchmal durch und denke: Wow! Und dann denke ich wieder: Es ist nur Tennis. Wen kümmerts? 
Auch interessant