Roger Federer Viel unterwegs! Er spricht über sein Leben mit den Zwillingen

Immer unter Strom: Roger Federer führt seit Jahren ein Leben auf der Überholspur. Seine Frau Mirka und die Zwillinge Charlene und Myla weichen ihm dabei nicht von der Seite. Offen wie nie spricht der Schweizer Tennis-Star nun über das Leben auf Achse mit seinen Töchtern und seine Rolle als Vater.
Roger Federer gewinnt
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Als Vater sei er locker, aber er verfolge eine klare Linie. Roger Federer spricht übers Vatersein.

Seit viereinhalb Jahren jettet Roger Federer, 32, mit zwei Familienmitgliedern mehr um die Welt: Charlene und Myla, seinen im Juli 2009 geborenen Zwillingen. Egal ob in der Schweiz oder im Ausland - mit ihrer Mama Mirka, 35, begleiten ihn seine Töchter an jedes Turnier. Es ist ein Leben auf Reisen, das Organisations-Talent und Verständnis fordert. «Momentan kennen meine Kinder nur das eine Leben: oft herumzureisen und dann wieder daheim zu sein», sagt der 32-jährige Tennis-Star im Interview mit «Das Magazin». «Wir leben eigentlich sehr normal, unter den Umständen.»

Denn auf Reisen kreiere er den Zwillingen eben das «Home-Away-From-Home-Feeling». Im Hotelzimmer würden er und seine Frau Mirka beispielsweise immer die mehr oder weniger gleiche Spielecke einrichten. Klar, im Ausland sei es schwieriger, Charlene und Myla Normalität zu bieten, nur schon bis sie in einem Park seien, dauere es viel länger als in der Schweiz. «Der Verkehr und das Unbekannte verlangen mehr Vorsicht», ist sich der zweifache Vater bewusst. Deshalb spiele er manchmal lieber im Zimmer - als draussen, wo Presseleute und Fans auf ihn warten. «Am liebsten rede ich sowieso ganz viel mit ihnen und lese aus Büchern wie ‹Globi› und ‹Papa Moll› vor.»

Roger Federer Tennis Madrid Zwillinge Myla Rose Charlene Riva Mirka
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Seine Zwillinge Charlene und Myla sitzen oft in den Zuschauerrängen an seinen Turnieren. Die Familie reist immer mit Roger Federer mit.

Dass die Zwillinge und Mirka immer dabei sind, hat einen entscheidenden Vorteil: «Verglichen mit anderen berufstätigen Vätern habe ich vermutlich sogar überdurchschnittlich viel Zeit mit meinen Kindern», sagt Roger Federer. Jede freie Minute verbringe er mit seinen vierjährigen Töchtern. Das kann zwischendurch auch mal ganz schön die Nerven strapazieren, weiss er als Vater nur zu gut. Morgens wollen sie sich nicht anziehen, beim Essen laufen sie ständig davon. «Da fragst du dich: Herrje, geht das nicht auch einmal anders?» Vor allem bei Schlafmangel leide die Toleranz manchmal, sagt er.

Er verfolge eine klare Linie. «Ich bin geduldig, wenn ich geduldig sein muss, und hart, wenn ich hart sein muss.» Durchgreifen und Nein sagen können, das sei wichtig. Doch er will auch, dass seine Kinder sich austoben und das Leben geniessen - dabei aber trotzdem auf dem Boden bleiben. Spätestens wenn Charlene Riva und Myla Rose in die Schule kommen, wird es ruhiger im Leben der vierköpfigen Familie. Und für immer wird Roger Federer auch nicht Tennis spielen.

Knutschend durch Manhattan
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Heute führen Roger und Mirka Federer ihre Beziehung viel bewusster.

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