Roger Federer «Ohne Mirka läuft gar nichts»

Zum zehnten Mal war Tennis-Champion Roger Federer am Sonntagabend im SRF-«Sportpanorama» zu Gast. Zum Jubiläum liess er sich von Moderator Matthias Hüppi auch Privates entlocken.

Die Freude über die Standing Ovation war ihm anzusehen. «Das ist das Beste», sagte Roger Federer, 33, über den überschwenglichen Empfang im «Sportpanorama»-Studio am Sonntagabend. Und der Tennis-König wirkte fast verlegen. Zum zehnten Mal war er in der SRF-Sportsendung bereits zu Gast - aber seit vier Jahren nicht mehr. «Ich schaue, dass ich bald wieder komme», versprach er.

Erst vor einer Woche gewann er das ATP-Masters in Shanghai. Jetzt spielt er an den Swiss Indoors in Basel. Jetlag? Kennt Federer nicht. «Ich habe gar keine Zeit für den Jetlag», sagt er. «Ich bin mit den Kindern und dem Training sofort dran, das ist wohl fast die beste Ablenkung. Zeit umstellen, und dann gehts sofort weiter.»

Nur dank einem guten Team funktioniere das Familienleben auf Tour. «Das fängt mit Mirka an, ohne sie geht gar nichts. Sie muss und will bei den Kleinen sein - und ich auch. Wir sind nicht wie Rockstars, die nur zwei, drei Tage an einem Ort sind, sondern meistens mehrere Wochen, das macht alles einfacher.» Das Schlimmste sei das Ein- und Auspacken, die Reiseorganisation und das Flüge buchen, das sei stressig. «Aber wir haben uns alle daran gewöhnt. Und ich weiss zum Glück schon weit im Voraus, wo ich spiele.»

Ob er sich denn abseits des Tennisplatzes noch frei bewegen könne, wollte Matthias Hüppi wissen. «Hier ist es fast am einfachsten für mich», sagte er über seine Heimat. «Darum herzlichen Dank an alle Schweizer, die mich in Ruhe lassen und mich mein Leben mit der Familie leben lassen. Wenn ich nicht mehr in die Schweiz zurückkommen könnte und hier meine Ruhe hätte, dann würde es wirklich schwierig.» Viel Zeit verbringe er mit seinen Kindern im Hotel. «Da kann man auch viel machen. Spielen, lesen - das funktioniert gut.»

Nun kommt ein anstrengendes Saisonende mit Basel, den ATP-Finals und dem Davis-Cup-Finale auf die Federers zu. Ob ers denn schaffe, alles durchzuziehen? «Ja, das kann ich», ist Roger überzeugt. Er nehme nun alles Woche für Woche. «Ich bin bereit, auch mental.»

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