Knatsch zwischen Federer & Wawrinka? Roger demonstriert Einigkeit und Stan macht das Kalb

Rückenprobleme bei Roger Federer und Wut bei Stanislas Wawrinka: Das Davis-Cup-Team beschäftigt die ganze Schweiz. Die Tennis-Stars selbst bleiben ruhig. Und reagieren am Montagabend mit einem Teamfoto auf sozialen Medien.
Stanislas Wawrinka und Roger Federer ATP World Finals 2014
© Keystone

Werden Stanislas Wawrinka und Roger Federer ab Freitag gemeinsam ins Davis-Cup-Finale einsteigen können? Am Dienstag soll es neue Infos zum Rücken von Federer geben.

Roger Federer ist verletzt! Der 33-jährige Tennis-König musste am Sonntagabend den ATP-Final wegen Rückenproblemen überraschend absagen. Tennis-Fans auf der ganzen Welt reagierten schockiert, er selbst deprimiert. «Ich bin sehr enttäuscht und hoffe, dass es bald besser geht», teilte er auf seiner Facebook-Seite mit. Wenig später folgten die nächsten Schlagzeilen über das Schweizer Davis-Cup-Team. Kein geringerer als Tennis-Legende John McEnroe, 55, behauptete, zwischen Federer und Stanislas Wawrinka, 29, herrsche seit dem ATP-Halbfinal am Samstag dicke Luft. «Da lief etwas in der Garderobe, und es dauerte sehr lange», sagte McEnroe.

Tatsächlich hatte sich Stan während des Spiels in London lautstark genervt. Als Federer beim Stand von 5:5 zum Service ausholte, wandte sich Stan ab und beschwerte sich bei jemandem auf der Tribüne. Mehrere Fotografen, die die Szene aus nächster Nähe miterlebten, sind sich sicher: Er schnauzte Mirka Federer, 36, an, die ihren Mann anfeuerte. Wie immer habe sie ihm «hopp, hopp!» und «chum jetzt!» zugerufen. «Das macht sie immer so», sagt ein Fotograf dem «Blick». Ein anderer berichtet: «Mirka sagte etwas zurück - Stan schimpfte weiter.» Das könne sie nicht machen, habe er gesagt, «nicht in diesem Moment». Mirka habe sich anschliessend sichtlich angegriffen gefühlt und sich aufgeregt mit Rogers Mutter Lynette unterhalten.

Sowohl Roger als auch Stanislas äussern sich nicht zum angeblichen Streit. Im Gegenteil, kurz vor dem Davis-Cup-Fianle demonstrieren sie Einigkeit. Inzwischen sind beide Tennisspieler im fanzösischen Lille eingetroffen. Wawrinka per Zug, Federer per Privatjet. Am Montagabend hat sich Federer für die vielen Genesungswünsche bei seinen Fans auf Twitter bedankt. Und sie mit einem Teamfoto belohnt. «Es ist schön, wieder mit den Jungs zusammen zu sein», schrieb er dazu. Auf dem Schnappschuss setzt ihm Kollege Wawrinka prompt die Hörner auf. Und er retweetete seinerseits den Beitrag.



Noch bangen die Schweizer, ob Federer ab Freitag überhaupt spielen kann. Am Dienstag soll es neue Informationen zu seinem Gesundheitszustand geben. Am Sonntag gab er sich noch zuversichtlich. «Ich bin optimistisch, dass es mir bald wieder besser geht.»

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