Roger Federer über seine Kinder «Auf dem Tennisplatz sind sie nicht der Brüller»

Wenn Kinder ihre schonungslosen Fragen stellen, kann ihnen selbst ein Tennis-Champion nicht ausweichen. An den Swiss Indoors in Basel durfte das Publikum der SRF-Kindersendung «Zambo» Roger Federer löchern. Und der gab seine Philosophien, aber auch Geheimnisse seiner Kinder preis.
Roger Federer an Swiss Indoors mit Kindern
© Keystone

An den Swiss Indoors in Basel spendierte Roger Federer eine Runde Pizza für die Ballkinder.

ROGER, WAS SPORNT DICH AN, AUCH IN SCHLECHTEN ZEITEN?
«Es gehört dazu, dass es nicht immer so laufen kann, wie du das gerne hättest. Darum: Bleib einfach dran und versuche, positiv zu bleiben. Alle Matches kannst du sowieso nicht gewinnen. Manchmal lernt man mehr aus Niederlagen als aus Siegen. Gib einfach immer alles und hoffe, es reicht am Schluss.»

SPIELEN DEINE KINDER AUCH SCHON TENNIS?
«Sie haben auch schon gespielt, aber sie sind nicht so der Brüller. Sie liefen auch schon auf dem Tennisplatz herum, haben Ameisen gesucht und mit Wasser gespielt anstatt mit den Tennisbällen. Solange sie Lust und Spass haben, mal auf den Platz zu gehen, reicht mir das momentan.»

GURKT DICH DAS TRAINING MANCHMAL AUCH AN?
«Das war eher früher der Fall, heute kann ich mich immer wieder von Neuem motivieren. Manchmal bin ich ein bisschen müde, aber ich weiss, irgendwann kommt dann auch wieder mein Freitag, an dem ich mich erholen kann. Darum geht es.»

SPRICHT MAN DICH VIEL AN, WENN DU AUF DER STRASSE ODER IN EINER STADT BIST?
«In der Stadt am meisten, denn dort hats ja am meisten Leute. Viele schauen eher, und manchmal brechen alle Dämme, wenn du jemandem ein Foto gibst oder ein Autogramm. Dann sieht das jemand, und es kommen immer mehr. Deshalb ist es manchmal besser, nicht gleich am Anfang ein Bild zu machen, wenn du siehst, dass es viele Leute hat. Aber ich weiss mittlerweile, wie damit umzugehen ist. Und manchmal ists auch schön, wenn Leute nette Kommentare abgeben wie ‹mach weiter so›, ‹viel Glück›, ‹machs gut› und so. Und neue Leute kennenzulernen ist manchmal auch gar nicht so schlimm. Von dem her ist das etwas, das manchmal auch ganz angenehm ist.»

Im Dossier: Alles über Roger Federer und seine Familie

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