Super-Papi Roger Federer «Ich erkläre ihnen den Wald, zeichne oder lese was vor»

Sein Wimbledon-Auftakt hätte nicht besser laufen können. Im Eiltempo hat Roger Federer am Dienstag den Italiener Paolo Lorenzi vom Platz gefegt. Umso entspannter gab er sich bei der anschliessenden Pressekonferenz. Die Hauptthemen: seine Zwillinge und Fussball.
Roger Federer Wimbledon 2014 über Kinder Zwillinge
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Roger Federers Tipp für den Fussballmatch Schweiz - Honduras: «1:0 für uns.»

Das erste Spiel der Schweizer Nationalmannschaft in Brasilien hat Roger Federer, 32, verpasst. Der Tennis-Star kämpfte zu diesem Zeitpunkt im deutschen Halle selbst auf dem Platz. Als WM-Spezialisten würde er sich deshalb nicht bezeichnen, sagt er bei der Wimbeldon-Pressekonferenz am Dienstag. Trotzdem: Wann immer er kann, verfolgt er die Fussballspiele. Und am Mittwochabend wird er für die Schweiz die Daumen drücken. Er tippt auf ein 1:0 - «für uns». Wer es schiesst, ist ihm egal. «Es darf auch ein Eigengoal sein.»

Roger Federer wird das entscheidende Vorrundenspiel gegen Honduras entspannt verfolgen können. Sein Auftakt auf dem heiligen Rasen ist geglückt. Kontrahent Paolo Lorenzi hatte nichts zu melden, nach 93 Minuten und drei Sätzen war die Partie zu Ende. An der anschliessenden Pressekonferenz in Wimbeldon konnte er sich deshalb getrost auch anderen Themen als Tennis zuwenden.

Neben Fussball seinen Kindern zum Beispiel. Ob es bei den Federers daheim laut zu und her gehe, wollte ein amerikanischer Journalist wissen. «Bei uns ist immer viel los, aber es ist nicht so laut», antwortete Roger. Es sei schön, seine Liebsten um sich zu haben. «Ich vermisse sie, wenn sie nicht bei mir sind.» Und er könne es jeweils «kaum erwarten», sie nach dem Training wieder zu sehen. Die Mädchen seien tagsüber sehr aktiv, nachts würden sie inzwischen besser schlafen. «Die anderen sind noch sehr Mirka-fixiert. Sie ist total belagert, ich versuche zu helfen, so gut ich kann.»

Ob er denn ein strenger oder ein lockerer Vater sei, will ein anderer Reporter wissen. «Streng genug», schätzt sich der vierfache Papi selbst ein. «Ich sage schon mal etwas und greife ein.» Er führe seine Zwillinge einfach gerne durchs Leben und bringe ihnen Dinge bei. «Erkläre ihnen den Wald oder so. Ich zeichne gerne oder lese was vor.» Er brauche seinen Nachwuchs aber nicht, um geerdet zu bleiben, betont Federer. «Deshalb habe ich keine Kinder. Sie müssen mich auch nicht ablenken.»

Ablenkung bekommt er derzeit durch Fussball. Wer Weltmeister werden soll? Den Brasilianern würde ers gönnen, Deutschland ebenso. «Manchmal ändere ich während eines Spiels meine Meinung, dann bin ich plötzlich für die andere Mannschaft.» Beim Schweizer Spiel am Mittwochabend wird das aber bestimmt nicht der Fall sein.

Roger Federer Fussball-WM 2014 Yann Sommer Twitter
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Roger Federer fiebert seit Beginn der WM mit der Schweizer Nati mit. Und wünschte Yann Sommer via Twitter alles Gute.

Weitere Artikel über Roger Federer und seine Familie finden Sie im grossen SI-online-Dossier.

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