Happy End für Fussball-Streithähne Rolf Fringer und Christian Constantin versöhnen sich zum Jahresende

Ende September nach dem Super-League-Spiel zwischen Lugano und Sion hatte Sion-Boss Christian Constantin dem TV-Experten Rolf Fringer Ohrfeigen und Fusstritte verpasst. Jetzt haben die beiden Streithähne auf Initiative von «Blick» Frieden geschlossen.
Teaser Rolf Fringer und Christian Constantin Versöhnung bei Blick
© Screenshot / Blick

Fussball-Experte Rolf Fringer und Sion-Präsident Christian Constantin treffen sich in der Baracca Zermatt zur Aussprache (v.l.).

Das Kaminfeuer knistert, der Weisswein ist eingeschenkt: Nach monatelangem Streit stehen sich «Teleclub»-Experte Rolf Fringer, 60, und Sion-Präsident Christian Constantin, 60, in der Baracca Zermatt im Klotener Stadtpark gegenüber. Zwischen ihnen steht «Blick»-Reporter Alain Kunz. Die beiden hätten das Kriegsbeil nun endgültig begraben, leitet der Moderator das Gespräch ein.

«Ich habe mich mit Rolf ausgesprochen. Wir haben Frieden geschlossen», sagt Christian Constantin. Und auch Rolf Fringer bestätigt: «Ja, wir haben Frieden geschlossen. Wir haben uns gesagt, wir sollten uns nun wieder auf den Fussball konzentrieren.» Sie beide würden den Fussball lieben. «Was passiert ist, ist vergessen», ergänzt der Fussball-Experte.

Intimes Gespräch unter vier Augen

Demnach haben sich die ehemaligen Streithähne unter vier Augen gesagt, was sie doch für «Dubelis» seien. CC erklärt die Bezeichnung: «Ja, weil wir nicht mehr das Alter haben, uns so zu benehmen.» In dem Gespräch haben die beiden laut Constantin eine intime Sache beredet: «Es gab da eine gewisse Verwirrung, die beide betraf. Wir konnten nun die Dinge auf den Punkt bringen.»

CC hatte Fringer Ohrfeigen verpasst

Was für eine intime Sache das war, lässt sich der Sion-Boss nicht entlocken. Fest steht: Noch vor drei Monaten wäre so ein Treffen nicht denkbar gewesen. Nach dem Super-League-Spiel zwischen Lugano und Sion vom 21. September war Constantin gegen Fringer tätlich geworden. Der Fussball-Experte hatte für den Sender «Teleclub» ein Interview mit dem Präsidenten des FC Sion führen wollen, statt Antworten gab dieser ihm am Spielfeldrand Fusstritte und Ohrfeigen.

Constantin zeigte sich bei Pressekonferenz uneinsichtig

In einer Pressekonferenz rechtfertigte CC seine Prügel-Attacke damit, dass der TV-Experte ihn stark kritisiert und persönlich angegriffen habe. Der Ex-Nationaltrainer habe ihn öffentlich heftig beleidigt und sei beim Interview (Anmerkung der Redaktion: nach dem betreffenden Spiel) nicht einsichtig gewesen, erklärte er sich weiter. Besonders sauer aufgestossen war dem Sion-Boss, dass «Teleclub» ihn nie eingeladen habe.

Er habe sich darum nie gegen Fringer mit Worten verteidigen können. Seine tätliche Attacke hatte CC damals in der Pressekonferenz in seinem temperamentvollen Wesen begründet. Sein Ausraster sei halt dem Walliser Talent geschuldet.

Beide kündigten rechtliche Schritte an

Nach dem Vorfall waren die Emotionen bei beiden hoch gewesen: Sowohl Constantin als auch Fringer kündigten damals an, Strafanzeige einzureichen. Mit der Versöhnung ist für den Sion-Boss klar: «Mit dir streite ich nicht mehr. Ich werde auch die Strafanzeige wegen Beleidigung, die ich längst eingereicht habe, zurückziehen.»

Swiss Football League zog die Konsequenzen

Die Disziplinarkommission der Swiss Football League (SFL) hatte den Sion-Präsidenten nach der Attacke mit 100'000 Franken Busse und einer Platzsperre von 14 Monaten belegt. Das Rekursgericht der Swiss Football League hatte die Massnahme auf 30'000 Franken und 9 Monate Platzsperre reduziert.

Fringer will die Sache nicht mehr weiterverfolgen

Mit dem Urteil der beiden Instanzen ist für Fringer die Angelegenheit erledigt: «Ich werde auch keine zivilrechtlichen Schritte einleiten und keine Strafanzeige erstatten. Ich habe keine Lust auf einen jahrelangen Rechtsstreit.»

Ob Fringer in Zukunft weniger kritisch über Constantin berichten wird, bleibt offen. Auf alle Fälle malt er dem FC Sion keine allzu schlechte Prognose. Obschon die Walliser derzeit Tabellen-Letzter sind, sagt der Fussball-Experte: «Wenn sie aber hundert Prozent ihrer Qualität aufs Spielfeld bringen, dann wird Christian mit der Mannschaft, die er hat, in der Super League bleiben, das ist klar.»

Gegen Ende des Gesprächs besiegeln die ehemaligen Streithähne ihre Versöhnung mit einem freundlichen Prost!

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