Mit der Stiftung kämpfen sie gegen HIV Ruedi Lüthy und Ruth Dreifuss feiern 15-Jahr-Jubiläum

Der Zürcher Aids-Pionier Ruedi Lüthy und Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss feiern das Jubiläum der Ruedi Lüthy Foundation. Die Stiftung hilft HIV-Patienten in Simbabwe.
Ruedi Lüthy und Ruth Dreifuss
© Joseph Khakshouri

Ruedi Lüthy, 77, mit Ruth Dreifuss, 78, an der 15-Jahr-Feier seiner Stiftung in Zürich. 

Beim Sturz vom Dach seines Hauses in Harare hat sich der Zürcher Aids-Pionier Ruedi Lüthy, 77, schwer am Rücken verletzt. Dort, in der Hauptstadt Simbabwes, hat er 2003 die Newlands Clinic gegründet. Ruth Dreifuss, 78, ist im Patronatskomitee der Ruedi Lüthy Stiftung. Am Jubiläumsanlass im Volkshaus Zürich sagt die alt Bundesrätin: «Ruedi ist ein Stehaufmännchen. Er hat so vielen Menschen das Leben gerettet.»

In den vergangenen 15 Jahren hat die Newlands Clinic insgesamt 10'000 Patienten aufgenommen und unzählige Ansteckungen bei Neugeborenen und Partnern der Patienten verhindert. Zurzeit hat die Klinik 6500 Patienten.  

Tochter Sabine leitet die Stiftung

Geschäftsführerin der Ruedi Lüthy Foundation ist seine Tochter Sabine. Die heute 49-Jährige war mit Unterbrüchen von 1996 bis Oktober 2011 für Radio DRS tätig: zuletzt als Redaktorin und Moderatorin der Sendung «Input» von DRS 3.

Die Leiterin der Ruedi Lüthy Stiftung: «Durch die Ausbildung von bislang 3’000 Ärzten und Pflegefachleuten in ganz Simbabwe findet auch ausserhalb der Newlands Clinic ein weitreichender lebensrettender Wissenstransfer statt. So können Hunderttausende von HIV-Patienten von unserem Behandlungskonzept profitieren.» In der Klinik sind 70 Mitarbeitende beschäftigt.

Kapazitäten sind begrenzt

Momentan sind über 6'500 Patientinnen und Patienten in Behandlung. Eine Warteliste im klassischen Sinne werde nicht geführt. Es würden sich tausende von HIV-Patienten für eine Behandlung an der Newlands Clinic interessieren. Sabine Lüthy: «Aus Kostengründen können wir nur die  schwierigsten und komplexesten Fälle aufnehmen, da unsere Kapazität leider begrenzt ist. Diese komplexen Fälle sind Patienten, denen wirklich nur noch bei uns geholfen werden kann.»

Auch interessant