Nik Hartmann Sanfte Zwicke für gute Zwecke

Mit einer Solidaritäts-Kampagne macht Solidarmed in der Schweiz auf Gesundheitsprobleme in Afrika aufmerksam. Moderator Nik Hartmann und Fussballer Stephan Lichtsteiner helfen tatkräftig mit. Sie machten in Zürich Jagd auf Passanten.

Was aussieht wie Passantenbelästigung ist in Tat und Wahrheit aktive Aufklärung. Nik Hartmann, 40, attackierte in Zürich ahnungslose Fussgänger mit harmlosen Klebern - «still und heimlich», wie er sagt, denn genau so verhalte es sich auch mit der heimtückischen Malaria-Krankheit.

Hartmann war 2009 erstmals im Süden Afrikas. Als Botschafter des Solidarmed-Hilfwerks holte er sich vor Ort Eindrücke des dort anzutreffenden Elends. «Im November 2010 habe ich in Tansania einen Fall von zerebraler Malaria gesehen, das ist grauenhaft grässlich», sagt Hartmann. Daher ist es sein Anliegen, dass wir mithelfen, dass Afrika gesund wird. «Denn wir haben die Kraft und das Geld dafür.»

Die Organisation Solidarmed macht sich für die Gesundheit der Menschen im südlichen Afrika stark. Im Falle von Malaria mittels Unterstützung von Gesundheitszentren, aktiver Aufklärung und Moskitonetzen. Und die Aktion «Jeder Rappen zählt», für welche sich Hartmann jeweils als Moderator engagiert, hat 2009 ebenfalls für Malaria gesammelt: Es kamen 9,3 Millionen Franken zusammen.

Mit der Aktion «Stichtage» und dem Slogan «Alle 40 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria» wird in der Schweiz auf die in den Projektländern Mosambique, Simbabwe, Sambia, Leostho und Tansania vorherrschenden Zustände im Zusammenhang mit der Tropenkrankheit aufmerksam gemacht. Mit von der Partie ist auch Fussballprofi Stephan Lichtsteiner, ebenfalls in Botschafterfunktion.

Die nächste Reise für wohltätige Zwecke hat Hartmann bereits geplant: Im November geht er mit Solidarmed nach Sambia.

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