Renzo Blumenthal Saumässig Ärger wegen Schweinezucht

Renzo Blumenthal hat Stress mit seinen Nachbarn im heimischen Vella. Wegen Schweinehaltung «ohne Bewilligung» droht dem ehemaligen Mister Schweiz gar eine Busse.
Ex-Mister Schweiz Renzo Blumenthal in seinem Schweinestall in Vella, GR
© Dukas Ex-Mister Schweiz Renzo Blumenthal in seinem Schweinestall in Vella, GR

Das halbe Dorf Vella lehne sich gegen Ex-Mister Schweiz Renzo Blumenthal auf, schreibt der SonntagsBlick. Grund für den «wüsten Nachbarschaftsstreit» ist die Schweinezucht der Blumenthals.

45 Mastschweine sulten sich den Sommer über in Blumenthals Kuhstall – und verpesteten die Luft. «Richtig frei atmen konnte man kaum mehr. Es stank wie der Teufel», sagt eine Nachbarin. Auf der Terrasse sitzen? Keine Chance. Wäsche aufhängen? Nur, wenn der Wind in die andere Richtung blies.

Auf der Gemeindekanzlei häuften sich die Reklamationen. Schliesslich kam aus: Die Blumenthals hielten die Schweine «ohne Bewilligung», wie Gemeindeschreiber Marcus Cavegn Recherchen von SonntagsBlick bestätigt. Bereits 2007 hatte der junge Landwirt 50 Ferkel notschlachten müssen, weil die Nachbarn protestierten.

Mit Vertretern diverser Ämter inspizierte die Gemeinde diesen Sommer den Bauernhof, worauf Blumenthal seinen Viehbestand auf 30 Schweine reduzieren musste.

Frieden ist in Vella dennoch nicht eingekehrt. Renzos Vater reichte im September das Baugesuch für einen Schweinestall ein. 17 Parteien, darunter drei Personen aus dem Gastgewerbe, wehren sich mit einer Einsprache dagegen. Der Ball liegt nun beim Kanton, der über das Gesuch befinden muss wie auch über den Vorfall im Sommer. «Im schlimmsten Fall wird gebüsst», so Cavegn.

Beim Ex-Mister hat der Streit Spuren hinterlassen. Vor einer Woche machte er seinem Ärger öffentlich Luft. Anlass war das Spektakel «Ben Hur» im Zürcher Hallenstadion, wo Blumenthal prominenter Gast war. Müsste er ein Wagenrennen bestreiten, würde er am liebsten gegen seine Nachbarn antreten. «Die würde ich grad liquidieren», sprach er einem Tele-Züri-Reporter ins Mikrofon.

Mittlerweile bereut Blumenthal seine Aussage: «Es ist mir herausgerutscht. Ich entschuldige mich in aller Form.» Zu der Schweinedebatte will er nichts sagen, bis Ende Jahr sei sein Vater zuständig. Im schlimmsten Fall wolle er seine Schriften an einen anderen Ort verlegen.

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