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Ehemalige Missen-Macherin Angela Fuchs packt aus

Scharfe Kritik an Jastina Doreen Riederers Entlassung

Die unrühmliche Absetzung der amtierenden Miss Schweiz hat Wellen geschlagen. Nun meldet sich die ehemalige Mit-Organisatorin Angela Fuchs zu Wort. Sie macht den Missen-Machern happige Vorwürfe.

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Die ehemalige CEO der Miss-Organisation Angela Fuchs findet keine guten Worte für ihre ehemaligen Geschäftspartner.

Miss Schweiz

Die Absetzung der amtierenden Miss Schweiz sorgte für Aufsehen. Per Medienmitteilung haben die Inhaber der Miss-Organisation, Andrea und Iwan Meyer, Jastina Doreen Riederer den Titel aberkannt. Nicht einmal mehr «Ex-Miss-Schweiz» soll sie sich nennen dürfen. Jetzt meldet sich jemand zu Wort, der das Innerste der Miss-Organisation bestens kennt.

Noch zum Zeitpunkt der Wahl hatten die Geschwister Meyer mit Angela Fuchs eine Dritte im Bunde. Sie war damals CEO der Miss-Organisation. Doch sie überwarf sich mit den Meyers. Es gab Kommunikationspannen und die Einschaltquoten der Wahl waren nicht berauschend. Fuchs kündigte, ist aber nach wie vor zu 50 Prozent Aktionärin der Miss-Organisation.

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Heute sagt sie ganz offen: «Für mich ist unverständlich, dass man Jastina sechs Wochen vor Amtsende entlässt und vor allem verstehe ich nicht, wieso man das auf diese Art getan hat.» Riederer musste durch den Anruf eines Radiosenders von ihrer Entlassung erfahren. Denn die Missen-Macher entschieden sich, die Entlassung per Medienmitteilung zu kommunizieren, weil die Aargauerin «mehrere Wochen unerreichbar» gewesen sei. Fuchs selbst habe per E-Mail von der Aberkennung des Missen-Titels erfahren.

«Ich kann die Demütigung von Jastina keinesfalls gutheissen»

Die besagte Medienmitteilung stellt Riederer in ein schlechtes Licht. Sie habe nicht genügend kooperiert und hätte trotz Abmahnungen mehrere Vertragsverletzungen begangen. «Ich kann diese öffentliche Demütigung von Jastina keinesfalls gutheissen», empört sich Fuchs. Sie vermutet, dass die Geschwister Meyer sich nicht gewohnt seien, in der Öffentlichkeit zu stehen. Weshalb sie vielleicht nicht realisierten, was sie mit ihrer Aktion anrichteten.

Doch auch hinter den Kulissen soll es rumort haben. Riederer behauptet, die Organisation habe sie laufend überwacht, beleidigt und ihr sogar vorgeschrieben, wann sie ins Bett gehen müsse. Das überrascht Angela Fuchs nicht. Auch sie habe die Meyers so erlebt, dass sie gerne alles kontrollierten und im Griff haben wollten. «Leider verfügen sie weder über das nötige Know-how noch über die nötige Erfahrung im Entertainment-Geschäft.»

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Auch Angela Fuchs wartet auf Lohn

Riederer beklagt sich über ausstehende Lohnzahlungen. Nun sagt auch Fuchs, dass sie von den Meyers noch Lohn und Spesen erwarte. Die ehemalige Wegbegleiterin der Geschwister macht auch auf persönlicher Ebene happige Vorwürfe: «Die Organisation hat auch mich verbal und schriftlich beleidigt. Eine gute Zusammenarbeit war unmöglich.»

Für Jastina Doreen Riederer findet Angela Fuchs dafür lobende Worte: Als «sehr liebevolle, humorvolle und engagierte junge Frau» habe Fuchs sie kennengelernt. «Sie hat besondere Talente und diese galt es unsererseits zu fördern und zu ‹schleifen›.» Eine Abmahnung habe sich die 20-jährige Miss jedoch gefallen lassen müssen, als sie sich zu Beginn ihres Amtsjahres öffentlich über die schlechte Auftragslage beklagte.

Angela Fuchs gibt Fehler zu

Für die Betreuung der Miss hätte sich Fuchs einen Profi wie Karina Berger gewünscht. Berger, selbst eine ehemalige Miss, kümmerte sich jahrelang um die neuen Schönheitsköniginnen. Als Fuchs noch in der Organisation tätig war, engagierte sie deshalb Ex-Miss Anita Buri für ein dreimonatiges Coaching. Buris Engagement wurde dann jedoch nicht verlängert. Diese Trennung war ebenfalls von einem medialen Fauxpas begleitet. Denn die Organisatoren und Buri zofften sich öffentlich auf Instagram darüber, wer denn nun wirklich gekündigt hatte. Die Missen-Macher unterstellten Buri zudem einen «dürftigen Leistungsausweis» und fehlenden Anstand.

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Für drei Monate nahm Anita Buri (r.) die junge Miss unter ihre Fittiche.

Sven Walliser

Dass Riederer die nötige Betreuung nicht erhalten hatte, bereut Angela Fuchs heute. «Gerade bei ihr wäre es wichtig gewesen, ihr Image zu korrigieren. Das Bild, das die Öffentlichkeit gleich zum Start von ihr hatte, war nicht gut. Hier hätte man sie unbedingt professionell coachen müssen.»

Fuchs will die Miss-Wahl nicht aufgeben

Trotz des Debakels rund um Jastina Doreen Riederer will Angela Fuchs die Miss-Wahl nicht aufgeben. «Ich wünsche mir, dass eine neue Organisation kommt, die Erfahrung im Entertainment-Geschäft hat und das nötige Know-how und die Kreativität mitbringt, um die Marke in die Zukunft zu führen.» Die Miss Schweiz solle Synonym für eine moderne, engagierte, clevere und gewinnende Schweizerin sein.

Heute spiele sich viel mehr über die Social-Media-Kanäle ab, gibt Fuchs zu Bedenken. «Das hätten wir viel stärker berücksichtigen sollen. Auch hätten wir klarer prüfen sollen, was eine Miss Schweiz denn genau mitbringen muss. Wir suchen ja kein Model, sondern eine Repräsentantin für unser Land.» Sie glaube nur an die Marke Miss Schweiz, wenn es von nun an drastische Veränderungen gibt.

Von Onur Ogul am 31.01.2019
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