Die Schlangenfrau zeigt ihr neues Zuhause So lebt Nina Burri als Strohwitwe in Miami

Sie ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere! Schlangenfrau Nina Burri ist weltweit gefragt und gerade in ihrer Wahlheimat USA beliebt wie nie zuvor. Den amerikanischen Traum lebt sie aber allein: Ehemann Stefan zog zurück in die Schweiz.

Aufgeregt rennt Nina hin und her. Die neue Nina hat Leckerli mitgebracht. Der Anfang einer wunderbaren Freundschaft! Nina Burri, 38, lacht. «Dass meine Vermieter ein Hündchen mit meinem Namen haben, ist doch ein gutes Omen!» Gerade hat die berühmteste Schlangenfrau der Schweiz ihr neues Domizil bezogen, ein Zimmer zur Untermiete in Miami Beach in Florida. Die Wohnung, die sie mit ihrem Mann Stefan Schwitter, 32, bewohnte, ist ihr zu gross geworden. Stefan ist vor Kurzem zurück in die Schweiz gezogen. Allein. «Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, in die Schweiz zurückzukehren. Das würde mich blockieren», sagt Nina.

Vor zwei Jahren wanderte das Ehepaar gemeinsam in die USA aus. Nina Burri hatte sich um eine Green Card, eine US-Arbeitserlaubnis, beworben. Als sie diese bekam, war für Nina und Stefan klar: «Wir wandern aus.» Zuvor gab sich das Paar das Ja-Wort, zog dann mit Sack und Pack nach New York. Stefan arbeitete als Fitness-Trainer. Nina versuchte ihr Glück bei der Casting-Show «America’s Got Talent», dem amerikanischen Pendant zu «Die grössten Schweizer Talente», wo die Kontorsionistin 2011 den zweiten Platz erreichte. Und auch wenn sie ein bisschen desillusioniert wurde – «ich konnte nichts selbst bestimmen, alles war inszeniert» –, war der Einzug ins Finale der Start ihrer ganz grossen Karriere in den USA. Immerhin lockte die Show um TV-Jurorin Heidi Klum, 42, regelmässig zwölf Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. «Die Resonanz war gewaltig», sagt Burri.

Doch während sie sich vor Jobangeboten kaum retten konnte, fühlte sich ihr Mann in New York je länger, je unwohler. «Die Grossstadt erdrückte ihn», erzählt Nina. Während Ferien in Miami beschloss das Paar mehr oder weniger spontan: «Hier haben wir mehr Raum, mehr Luft. Hier könnten wir glücklich werden.» Nina und Stefan zogen nach Florida. «Für mich spielte das keine grosse Rolle. Ich bin eh die meiste Zeit unterwegs», so Nina.

Stefan will seinen Traum in der Schweiz verwirklichen

Sonne, Strand, ein Sammelsurium an kreativen Leuten. Doch irgendwann holte die Realität das Ehepaar ein. Stefan hat lange an einem eigenen Fitness- und Entspannungs-Programm gearbeitet. Als es darum ging, dieses umzusetzen, beschloss er, das in der Heimat zu tun. «Er hatte hier kein Netzwerk, konnte die Mentalität nicht einschätzen. Das war ihm zu unsicher», erzählt Nina.

Stefan kehrte zurück nach Hause, um seinen Traum zu verwirklichen. Und Nina blieb in Miami, um ihren Traum zu leben. «Wir möchten beide nicht, dass der eine wegen des anderen unglücklich ist. Deshalb ist das im Moment die einzige Lösung.»

In den nächsten zwei, drei Jahren will Nina Burri alles ausreizen, was in ihrer steilen Karriere noch drin ist. Immerhin wurde sie sogar schon für eine Party gebucht, an der Superstar Christina Aguilera aufgetreten ist. «Hier in den USA bin ich momentan sehr erfolgreich und vor allem kreativ.» Es sei aber auch wichtig, sich die Zeit gut einzuteilen, um ihren Ehemann alle zwei, drei Wochen in der Schweiz zu sehen. Nur so funktioniert diese Liebe auf zwei Kontinenten. «Sonst lebt man irgendwann aneinander vorbei.»

«Wir brauchen kein Baby, um unsere Beziehung zu bestätigen»

In den nächsten zwei Jahren entscheide sich wohl ihre Zukunft, sagt Burri. Zwar hört sie ihre biologische Uhr nicht ticken. «Stefan und ich brauchen kein Baby, um unsere Beziehung zu bestätigen.» Ausschliessen will die Bernerin aber eine eigene Familie nicht. Genauso wenig wie eine Heimkehr. Irgendwann. Oder auch nicht.

«Im Moment möchte ich mir alle Optionen offen lassen», sagt die Schlangenfrau, während sie schon wieder ihre Koffer packt. Shows und Fotoshootings in New York stehen an. Dass sie dabei den Rückhalt ihres Mannes hat, weiss sie. Das Vertrauen der neuen Mitbewohnerin muss sie sich allerdings erst noch erarbeiten. Die Leckerli sind schon mal ein guter Anfang.

Auch interessant