Jahresrückblick 2010 Schräg war's: Sie raubten uns den letzten Nerv

Sie sind überall präsent, sie stellen sich immer in den Vordergrund oder sie wollen um jeden Preis berühmt und anders sein. Für Sie blickt SI online zurück: Wir zeigen Ihnen, welche Prominenten aufgefallen sind, inklusive den Storys von damals.

DIE SI-ONLINE-NERVENSÄGEN:

SCHWEIZ

DJ Antoine: Im Mai knutscht er mit Ronja Furrer, im Juli sendet er heisse SMS an Brooke Hogan, die Tochter des Wrestling-Stars Hulk Hogan und im August ist er total verliebt in die junge Stéphanie. DJ Antoine wird dem Image des erfolgreichen DJ's voll gerecht und weiss trotzdem nichts über Frauendinge, wie er im Geschlechterquiz von «glanz & gloria» beweist.

Sepp Blatter: Er hat (fast) die ganze Welt enttäuscht. Für die Wahl des Austragungsortes der nächsten beiden Fussball-Weltmeisterschaften sind Stars wie Morgan Freeman, Elle MacPherson oder Prinz William nach Zürich gereist. Als Sepp Blatter dann die Karte mit dem Namen Qatar aus dem Couvert zog, stockte vielen der Atem. Ob Blatter sich damit seine Wiederwahl zum Präsidenten sichern wollte?

Alex Frei: Der erfolgreichste Torschütze der Schweizer Fussball-Nati hat seinen Rücktritt per Ende Saison 2010 / 2011 bekanntgegeben - in Raten. Damit wird Alex Frei die EM-Qualifikation nicht zu Ende spielen.

Sven Epiney: Eine Überdosis Sven. Der dauerlächelnde Moderator hat durchaus seine Qualitäten, moderiert er doch jede grosse Sendung am Schweizer Fernsehen. Vielleicht gäbe es aber auch noch ein anderes Gesicht im Leutschenbach?

Mike Shiva: Der Hellseher gibt in einer Fernseh-Doku zu, dass er mit Binsenwahrheiten arbeitet. Seine zahlende Klientel scheint dies offenbar nicht zu stören. Und so verdient der Unternehmer mit 50 Angestellten weiterhin seine Millionen.

Piero Esteriore: Der Ex-«MusicStar»-Kandidat gibt nicht auf - wird dadurch aber nicht besser. Nachdem er dieses Jahr seine eigene Kleiderlinie präsentiert hat - mit T-Shirts und Tangas - arbeitet er wieder vermehrt als Coiffeur und steht mit seinem Bruder Mimo als Esteriore Project auf der Bühne. Und: Auch an den «ESC» wollte er nach seiner Null-Punkte-Nummer vor sechs Jahren nochmals. Jetzt tüftelt er an einem neuen Album. Auf ein Neues also.

INTERNATIONAL


Paris Hilton: Auf Entzug statt in die Zelle: Party-Girl Paris Hilton musste nicht ins Gefängnis, obwohl sie mit Koks erwischt wurde. Die Millionenerbin durfte deswegen zwar nicht in Japan einreisen, aber ob der gemeinnützige Dienst vor Wiederholungstaten schützt? Auch modisch floppt die Hotel-Erbin: Sie lässt keinen Modetrend aus - sei er auch noch so scheusslich. Pfui.

Heidi Klum: Sie ist eine knallharte Karrierefrau. So lächelt sie uns von jeder Plakatwand an und verspricht ihrem Ehemann Seal jährlich die ewige Liebe. Da scheint doch alles so perfekt zu sein. Doch «Germany's Next Topmodel» ist im Quotentief und bei ihrer Umstandsmodelinie «Laish and Luvet» wird ihr Ideenklau vorgeworfen. Vielleicht sollte die vierfache Mutter einfach einmal einen Gang herunterschalten, so wie das Claudia Schiffer oder Cindy Crawford auch gemacht haben. Manchmal ist weniger eben mehr.

Miley Cyrus: Der «Disney»-Star sucht den Imagewechsel - und zwar um jeden Preis. So feiert sie ihre Volljährigkeit mit einem Bong und peinlichen, zugedröhnten Parolen. Für ihre neue Langhaar-Frisur soll sie angeblich läppische 24'000 Franken hingeblättert haben. Wie das geht? Die Sängerin kauft sich das teuerste und passendste Haar für Extensions und lässt es dann von Italien nach New York einfliegen, um es weiterzuverarbeiten. Da Miley in Los Angeles sitzt, spediert man das Paket dann weiter - natürlich wieder per Flieger. Für einen Jungstar, der es in die Top Ten der «Forbes»-Liste schafft (48 Millionen Dollar) ist das ein Klaks.

Taylor Momsen: Der «Gossip Girl»-Star ist ein Jahr jünger als ihre verhasste Kollegin Miley Cyrus, die sie «Miley fucking Cyrus» nennt. Momsen ist aber kein bisschen besser: Sie wurde in New York und London in sogenannter Freizeitbekleidung fotografiert. Unter welcher das Fräulein anscheinend einen Kürzest-Mini mit Strapsen versteht. Ein weiteres Mädchen auf Identitätssuche.

Cristiano Ronaldo: Mini-Cristiano wird von seiner Oma betreut, während sich Ronaldo selber mit seiner Modelfreundin vergnügt. Begonnen hat alles mit dem Spruch: «Me, you, fuck fuck?» Eigentlich bedarf dies keiner weiteren Erklärung.

Victoria Beckham: Posh hat dieses Jahr ihre neue Mode-Kollektion präsentiert, die sich eigentlich sehen lässt. Nur äusserst schade, dass sie für die Präsentation nur Models in Size Zero laufen liess. Sie ist immer, aber wirklich immer, cool. Und immer, aber wirklich immer, gestylt. Passt irgendwie nicht, dass sie sich nachts Nachtigallenkot ins Gesicht schmieren soll.


Madonna mit Tochter Lourdes: Auch Madonna und ihre Tochter sind unter die Designer gegangen. Tochter Lourdes geht an die renommierte Designerschule St. Martins. Zusammen haben sie eine Kollektion für Kinder entworfen. Mini-Madonna tritt in die Fussstapfen ihrer Mutter und lässt modemässig nichts aus. Madonna legt sich zudem mit ihrem Ex Guy Ritchie an, weil sie so masslos ist. Und: Ach ja, ihre jungen Lover machen sie auch nicht mehr jünger.

Menowin Fröhlich: Der «DSDS»-Favorit tauchte während der laufenden Staffel einfach unter und sorgte mit seinem Verhalten immer wieder für negative Schlagzeilen. Der Kleinkriminelle hatte zudem immer wieder Ärger mit den Behörden. Nach dem erreichten zweiten Platz bei «Deutschland sucht den Superstar» versprach er seinen Fans voll durchzustarten. Die Chancen waren da, doch Menowin beherrschte die Schlagzeilen durch Schlägereien, Drogeneskapaden und enttäuschte Fans.


Lady Gaga: Auffallen und provozieren um jeden Preis. Mit 19 Jahren war sie drogensüchtig, aber der Geist ihrer Tante soll ihr geholfen haben, clean zu werden. Dann wieder beklagt sie sich über einen Geist, der sie auf ihrer Tour belästigen soll. Einfach gaga.


Ke$ha: Die Sängerin fällt in dieselbe Kategorie: schrill, schräg, nervig. Ihr grösster Weihnachtswunsch: mit der Familie im Dschungel nackt herumrennen! Das sagt doch schon alles.


Alessandra Pocher: Bis vor kurzem hiess sie noch Sandy Meyer-Wölden, doch inzwischen hat derjenige eine Klage am Hals, der sie nicht Alessandra Pocher nennt. Die Schmuckdesignerin hat sich kurz nach dem Verlobungs-Aus mit Boris Becker in den Comedian Oli Pocher verliebt. Inzwischen sind sie verheiratet und Eltern einer Tochter.

Willow Smith: Die 10-jährige Tochter von Will Smith und Jada Pinkett soll seit klein auf ein Star werden. Soeben veröffentlichte sie ihre erste Single «Whip My Hair» und  versucht sich als junge Rihanna-Version im Musikbusiness einen Namen zu verschaffen. Die Kleine wirkt so abgeklärt, cool und um jeden Preis anders.

Katie Holmes und Tom Cruise mit Suri: Suri muss alles haben, was Mama hat. Ihre Eltern züchten aus der 4-Jährigen bereits jetzt einen Star heran: Ballett, Schauspielunterricht und Gesangsstunden - Kindsein verboten.

Lindsay Lohan: Drogen, Entzugsklinik, Fahrerflucht, Gefängnis - so sah Lindsay Lohans Leben dieses Jahr aus. Sie ist ganz unten, pleite und kann einfach nicht vom weissen Pulver lassen.

Justin Bieber: Von Null auf Hundert und zur Zeit omnipräsent. Der 16-jährige Musiker hat nach seiner Entdeckung auf Youtube eine kometenhafte Karriere erlebt - heute kommt man nirgends um ihn herum. Leider.

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