ESC 2014 Das Rennen um den speziellsten Schweizer Beitrag ist eröffnet

Fans des Eurovision Song Contest aufgepasst! Ab sofort kann bis zum 18. November per Voting mitbestimmt werden, wer von den 158 Bewerbern die Schweiz beim internationalen Gesangswettbewerb 2014 in Kopenhagen vertreten soll. SI online hat ein Augenmerk auf die aussergewöhnlichsten Bewerber geworfen und stellt sie Ihnen vor. 
J.P. Love hat sich für ESC 2014 beworben
© J.P. Love / Patrice Grünig BigPics Fotostudio

J.P. Love versucht sich als Sänger und will die Schweiz beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen vertreten.

1. DER PEINLICHE - J.P. LOVE
«Ich bin doch ein Mann und flirten ist keine Lösung», trällert J.P. Love ins Mikrofon. Dass der Moderator und Erotik-Darsteller nur an das Eine denken kann, war ja schon immer klar. Doch muss er davon auch noch in seinem Beitrag singen?

2. DIE STREBERIN & MÖCHTEGERN-SCHWEIZERIN - MELIS BILEN
Die 27-jährige Melis Bilen hat ein ehrgeiziges Ziel: Sie will gewinnen! Deswegen hat sich die Türkin auch nicht auf nur ein Lied beschränkt. Ganze fünf (!) Songs hat sie eingereicht - das, obwohl sie die Schweiz eigentlich nur von der Durchreise her kennt. «Die Schweiz war schon immer mein Traumland. Mein Grossvater brachte von seinen Reisen jeweils Schokolade und Käse aus der Schweiz mit», sagte sie gegenüber «20 Minuten». Doch gibt sie sich zuversichtlich und sagt, sie habe Vertrauen in ihre Songs «Let's Do It Now», «Pro Love», «Too Good to be Losed», «Come On In Now Baby» und «My Every Cent». Sie denkt ausserdem, dass fünf Lieder ihre Chance dementsprechend erhöhen würden.

ESC-2014-Bewerberin Melis Bilen
© Screenshot SRF

Warum die Türkin Melis Bilen für die Schweiz an den Start will? Weil Käse und die Schokolade so lecker sind.

3. DER MULTIKULTI - MARTIN KIRCHBERGER & BAND
Sein Video kommt erfrischend anders und sehr aufwendig daher: In «Yourope» vereint Sänger Martin Kirchberger 26 Sprachen - jeweils von einer anderen Person inszeniert. Ob der Sonnyboy mit seiner Ländervielfalt und seiner guten Laune punkten kann?

ESC-2014-Bewerber Martin Kirchberger
© Screenshot SRF

Martin Kirchberger hat seinen Song «Yourope» passend zur Sprachenvielfalt der Schweiz geschrieben.

4. DER SPÄTZÜNDER - LEONARD
28 Jahre lang habe er auf eine Teilnahme verzichtet, jetzt möchte auch er es einmal versuchen, sagte Schlagersänger Leonard, 49, gegenüber «glanz & gloria». «Ich dachte, ich hätte als Sänger deutscher Texte sowieso keine Chance», erzählt er dem «Blick». Doch als er gesehen habe, dass sich sogar Erotikguru J.P. Love angemeldet habe, konnte er sich nicht zurückhalten. Allzu grosse Hoffnungen mache er sich mit seinem Lied «Ein Mann von Welt» zwar keine, doch «verlieren kann ich ja nicht viel.» Ausserdem sei das Timing perfekt. «Ich habe gerade die Songs für mein neues Album aufgenommen. Und zu ein bisschen CD-Promo nebenbei sage ich natürlich nicht nein.»

Schlagersänger Leonard will an den ESC 2014
© Raja Läubli

Lieber spät als nie. Schlagersänger Leonard hat sich zum ersten Mal für die ESC-Vorausscheidung beworben. 

5. DIE SENIORIN - INGE GINSBERG
Mit ihren 92 Jahren will es Inge Ginsberg noch einmal wissen. Als Dienstälteste repräsentiert sie die Schweiz mit dem «Inge Ginsberg's Song». Ob ihr Jö-Faktor reicht um ein Ticket nach Kopenhagen zu sichern? 

ESC-2014-Bewerberin Inge Ginsberg
© Screenshot SRF

Inge Ginsberg geht mit ihren 92 Jahren als älteste Teilnehmerin an den Start.

6. DIE SKURRILEN - ARXPLENDIDA 
Mit einem lateinischen Metal-Song beim ESC punkten? Wenn das mal klappt. Die drei Mitglieder einer Zürcher Studentenverbindung wollen sich mit dem Song «Mercurii diei» («Mittwoch») gegen ihre Konkurrenz durchsetzen. Von was ihr gehaltvolles Lied genau handelt? Man kann es auf ihrer Website nachlesen. Und sehen, wie das Video entstanden ist.

ESC-2014-Bewerber Arxplendida
© Screenshot SRF

Sie klagen in ihrem Lied über einen verhexten Mittwoch - ob es Arxplendida damit an die Vorausscheidung schafft?

7. DIE TRADITIONELLE - ELIANA BURKI
Passen Alphorn und Pop wirklich zusammen? Natürlich, wenn es nach Eliana Burki geht. Die 30-jährige Musikerin will in ihrem Song «Escape» Moderne mit Tradition verbinden und hat damit auch grossen Erfolg. Zusammen mit ihrer Band wird sie auf der ganzen Welt immer wieder für Auftritte gebucht. Da sie zwischen Los Angeles und der Schweiz pendelt und sie mit ihrem Instrument sogar schon auf dem Mönch war, ist sich die Solothurnerin das Umherjetten mit dem Rieseninstrument gewohnt. Eine gute Voraussetzung also, wenn es demnächst nach Dänemark gehen soll. 

Eliana Burki Mönch
© ZVG

Eliana Burki war mit ihrem Alphorn sogar schon auf dem Mönch. Ob es die Musikerin damit auch bis nach Dänemark schafft?

8. DIE JODEL-POPPER - LISA STOLL & DIE SÄNGERFREUNDE
Lupenreiner Kommerz - im negativen Sinne. Ein hartes Urteil, das der Berner Volksmusik-Experte Hanspeter Gautschin gegenüber «20 Minuten» fällte. Obwohl Lisa Stoll und die Appenzeller Sängerfreunde für ihren Beitrag «Mountains» traditionelle Instrumente verwenden und Trachten tragen, komme absolut keine Volksmusik-Stimmung auf. Doch die Band ist zuversichtlich: «Die Mischung aus Brauchtum und Moderne kommt super an», meint Hansjörg Freund von den Sängerfreunden. We love the mountains? Dann wird ihre Reise wohl wahrscheinlich auch dort enden. 

ESC-2014-Bewerberin Lisa Stoll
© Screenshot SRF

Schon im Vorfeld hagelte es für Lisa Stoll & die Appenzeller Sängerfreunde Kritik. Ob sie die ESC-Fans dennoch von sich überzeugen können? 


9. DIE WIEDERHOLUNGSTÄTER - MÄNNERCHOR STEILI KRESSÄ LYSS
Es ist ihre vierte Teilnahme bei der Vorentscheidung doch dieses Mal besingt der Lysser Männerchor ein Dessert. Accapella und als Wikinger verkleidet! Ob die Formation mit «Coupe Danmark» punkten kann? Wohl eher in unserer Top 10 der schrägsten ESC-Bewerber... 

10. DER MÖCHTGERN-STAR - CHANNING
Ist es eine Undercover-Aktion oder möchte Damian Betschart tatsächlich vom Berufsstand Journalist in den Sänger-Olymp aufsteigen? Der «Blick»-People-Redaktor überrascht mit «Prisoner of Love» und bleibt als Schuster so gar nicht bei seinen Leisten.

ESC-2014-Bewerber Damian Betschart
© Screenshot SRF

Ein Journalist, der sich als Sänger versucht? Damian Betschart alias Channing will mit «Prisoner of Love» punkten.

Sehen Sie alle 158 Kandidaten auf der Website vom SRF. Hier können Sie auch Ihre Favoriten abstimmen.

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