Brasilien 2014 Im WM-Check: Gökhan Inler

Welche geheimen Talente haben unsere Nationalspieler? Was darf im Gepäck nicht fehlen? Und was trauen sie sich selbst an ihrer zehnten WM-Endrunde zu? Elf Leistungsträger plaudern über Hoffnungen und Bettlektüre. Im zehnten und vorletzten Teil: der 29-jährige Captain und Mittelfeldspieler Gökhan Inler.
Fussballer Gökhan Inler spielt für Schweizer Nati an der WM 2014
© Flavia Schaub

Gökhan Inler vor dem Kongressgebäude der Hauptstadt Brasilia, die von Architekt Oscar Niemeyer geprägt wurde.

SI Sport: Waren Sie schon mal in Brasilien? 
Gökhan Inler: Ja, im Urlaub. Das Leben pulsiert dort an jeder Ecke! Das gefällt mir.

Drei Worte, die Ihnen spontan zu diesem Land einfallen! 
Fussball, Naturvielfalt, Leben!

Welche Lektüre liegt auf Ihrem Nachttisch im Hotel?
Ein «Sport-Krimi»: «Die Radsport-Mafia und ihre schmutzigen Geschäfte.» Ein Insiderbericht über die Welt des Profiradsports, der in den letzten Jahren von einigen Skandal überschattet wurde.  

Wie oft telefonieren Sie während der WM mit Ihrer Frau und Ihrer Mutter?
Mit meiner Freundin sicher täglich, mit meiner Mutter wohl so alle zwei bis drei Tage. Der Kontakt zur Familie ist mir sehr wichtig und gibt mir Kraft während der WM.

Was werden Sie in Brasilien vermissen?
Familie, Freunde und auch meine Hunde.  

Was schätzen Sie, was nervt Sie am meisten an Ihrem Zimmerpartner?  
Rein gar nichts, wir verstehen uns immer super - ich habe nämlich ein Einzelzimmer.

Ihr Rat an einen WM-Neuling, um kühlen Kopf zu bewahren?
Locker bleiben. Druck kommt schon von aussen genug. Als Captain stehe ich den jungen Spielern immer zur Verfügung. 

Welche Musik hören Sie im Bus auf dem Weg ins Stadion?
Ich brauche etwas mit Power, dann bin ich unter Strom. Die Stilrichtung ist egal.

Ihr grösstes Talent neben Fussball?
Ich bin ein guter Planer und Organisator. Ausserdem bin ich sehr penibel. Ordnung ist mir wichtig.

Ihr Lieblingsspieler international?
Ronaldo - aber «El Fenomeno», also der Brasilianer. Dreimal Weltfussballer des Jahres, bester WM-Torschütze aller Zeiten. Er war einfach genial.

Wann hatte die Schweiz die stärkste Nationalmannschaft aller Zeiten?
Vergleiche sind immer schwierig. Unser aktuelles Team ist schon mit das Stärkste. Genial fand ich die Mannschaft von 1994 mit Chapuisat, Sutter, Bregy, Sforza und Egli.

Wie weit kommen Sie bei der Schweizer Nationalhymne?
Natürlich bis zum Schluss!

Welches WM-Spiel würden Sie gerne live sehen?
Holland gegen Spanien. Da ist hohes Tempo und viel Technik garantiert.

Wer hat die schönste Spielerfrau?
Für jeden Spieler ist seine die Schönste.

Wem würden Sie ein WM-Tor widmen?
Meinem verstorbenen Vater Ahmet.

Im letzten Teil erzählt Haris Seferovic, wie er als Zimmerkollege ist. Zu lesen am Montag, 16. Juni, auf SI online.

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