Brasilien 2014 Im WM-Check: Ricardo Rodriguez

Welche geheimen Talente haben unsere Nationalspieler? Was darf im Gepäck nicht fehlen? Und was trauen sie sich selbst an ihrer zehnten WM-Endrunde zu? Elf Leistungsträger plaudern über Hoffnungen und Bettlekture. Im neunten Teil: der 21-jährige Verteidiger Ricardo Rodriguez.
Fussballer Ricardo Rodriguez spielt für Schweizer Nati an WM 2014
© Robert Eikelpoth

Ricardo Rodriguez tritt den Ball in der Wolfsburger Volkswagen Arena. Den Beetle - das meistgefahrene Auto in Brasilien - ziert das Panorama von São Paulo, wo das WM-Eröffnungsspiel steigt.

SI Sport: Was gehört unbedingt ins WM-Gepäck?
Ricardo Rodriguez: Das Wichtigste sind die Fussballschuhe… Nein, im Ernst: Als Glücksbringer habe ich  immer ein Marienbild dabei. Nun habe ich sie mir aber auf den rechten Oberarm tätowieren lassen. Mal schauen, ob ich das Bild trotzdem mitnehme.

Welche Lektüre liegt in Brasilien auf Ihrem Nachttisch?
Ich lese nicht so gern. Ab und zu Fussball-Magazine, das ist alles. 

Was werden Sie in Brasilien von zu Hause vermissen?
Das Essen meiner Mutter. Und meine Familie natürlich.

Sie teilen das Zimmer mit Granit Xhaka,  was nervt Sie an ihm, was schätzen Sie?
Nerven tut mich gar nichts, wirklich, auch nach vier Wochen nicht. Wir waren schon in der U18 und U19 zusammen im Zimmer. Wir wissen, wann wir uns gegenseitig nicht stören dürfen, wir reden viel und verstehen uns einfach sehr gut.

Welche Musik hören Sie im Bus auf dem Weg zum Stadion?
Hip-Hop und spanische Lieder, zum Beispiel Salsa oder Bachata. Das bringt mich in die richtige Stimmung. 

Wer ist Ihr WM-Favorit?
Spanien.

Haben Sie einen Lieblingsspieler? 
Nein, ich hatte auch noch nie von jemandem ein Trikot. Früher gefielen mir Daniel Alves oder Carles Puyol, aber momentan habe ich keinen Lieblingsspieler, ich schaue auf mich.

Was trauen Sie der Schweiz zu?  
Das Ziel ist sicher mal das Achtelfinale, das können wir schaffen. Wir sind eine junge, gute Mannschaft, es passt alles zusammen. Ich hoffe, dass wir dort dann auch zeigen, was wir alles können.

Welches war die beste Schweizer Nationalmannschaft der Geschichte?  
Die Jetzige.

Welches WM-Spiel würden Sie gern live sehen?  
Den Final. Ich habe keine Lieblingsmannschaften.

Wer hat die schönste Spielerfrau?  
Was für eine Frage! Ich!

Wem würden Sie ein Tor an der WM widmen, falls Sie denn eines erzielen sollten?  
Meinem verstorbenen Grossvater.

Haben Sie schon Ferien-Pläne für die Zeit nach der WM?  
Ich gehe irgendwohin, wo es warm ist und ein schönes Meer hat. Vielleicht auf die Malediven, in die Karibik. Oder Mykonos?

Im zehnten Teil erzählt Gökhan Inler, wie oft und wem er aus Brasilien anrufen wird. Zu lesen am Sonntag, 15. Juni, auf SI online.

Auch interessant