Brasilien 2014 Im WM-Check: Steve Von Bergen

Welche geheimen Talente haben unsere Nationalspieler? Was darf im Gepäck nicht fehlen? Und was trauen sie sich selbst an ihrer zehnten WM-Endrunde zu? Elf Leistungsträger plaudern über Hoffnungen und Bettlekture. Im zweiten Teil: der 30-jährige Verteidiger Steve Von Bergen.
Steve Von Bergen spielt für die Schweiz an der WM 2014
© Keystone

«Ich bin ein guter Schweizer und habe es lieber etwas kälter als wärmer», sagt der Verteidiger Steve Von Bergen.

SI Sport: Was gehört unbedingt ins WM-Gepäck? 
Steve Von Bergen: Ein iPad, das ist wichtig zum Skypen. Dann ein Glücksbringer von meiner Tochter Alessia. Was es ist, weiss ich noch nicht. Sie hat gesagt, ich bekomme ihn noch.

Welche Lektüre liegt auf dem Nachttisch?
Ken Follett! Ich habe schon fast alle seiner Bücher gelesen. Aber es sind noch ein paar übrig für Brasilien, und dort habe ich genügend Zeit; als älterer Spieler habe ich den Luxus eines Einzelzimmers.

Was werden Sie in Brasilien vermissen?
Neben meiner Familie wohl die frische Luft. Ich bin ein guter Schweizer und habe es lieber etwas kälter als wärmer.

Was raten Sie einem WM-Neuling?
Trotz allem Druck müssen wir es geniessen. Als Kind waren wir im Garten doch alle Ronaldo und haben von der WM geträumt. Es ist das Höchste, das du als Fussballer erleben kannst, das Highlight der Karriere.

Was machen Sie im Bus vor einem Spiel?
Nichts. Ich bin ganz ruhig für mich, höre keine Musik und bereite mich mental darauf vor, was auf dem Platz passieren könnte. 

Was ist Ihr grösstes Talent ausser Fussball?
Merci, das ist das erste Mal, dass mir jemand sagt, ich habe Talent im Fussball. Sonst wüsste wirklich nicht, was das sein könnte, das ist ja schlimm!

Wer ist international Ihr Lieblingsspieler?
Ich habe keinen Lieblingsspieler. Früher war es Laurent Blanc, aber da war ich noch jung.

Wie weit kommen Sie bei der Schweizer Nationalhymne?
Bis zum Moment, in dem wir alle sagen: Los, auf gehts, Jungs!

Wem würden Sie ein WM-Tor widmen?
Das ist schon das zweite Kompliment! Ich weiss nicht, wie viele Länderspiele ich habe, aber: null Tore. Und auch Penaltys sind nicht mein Talent.

Im dritten Teil erzählt Granit Xhaka, was er unter dem Trikot trägt. Und, was nebst dem Fussball sein grösstes Talent ist. Zu lesen am Sonntag, 8. Juni, auf SI online.

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