Roman Kilchsperger Sein Arbeitsplan ist auf die US-Wahl abgestimmt

Kurz vor dem Start seiner neuen Quiz-Show «Top Secret» spricht Moderator Roman Kilchsperger, 42, mit der «Schweizer Illustrierten» über Barack Obama, Bauernschläue und den neuen Job seiner Frau Viola Tami bei «The Voice of Switzerland».
Noch entspannt: Roman Kilchsperger in seiner Garderobe. Ab Mittwoch moderiert er die Sendung «Top Secret».
© Adrian Bretscher/SI Noch entspannt: Roman Kilchsperger in seiner Garderobe. Ab Mittwoch moderiert er die Sendung «Top Secret».

Schweizer Illustrierte: Sie prüfen in Ihrem Quiz «Top Secret» das Allgemeinwissen der Kandidaten. Wie gross ist Ihres?
Roman Kilchsperger: Für meinen Job muss ich informiert sein. Würde ich nicht bei den Medien arbeiten, wäre ich wohl etwas fauler. Bei «Top Secret» muss man nicht einfach die richtige Antwort wissen, sondern gut kombinieren können, um Geld zu gewinnen. Ich glaube, das würde mir liegen.

Wo haben Sie Wissenslücken?
In ausländischer Politik bin ich nicht wahnsinnig stark. Bei einer Diskussionsrunde zum Thema Syrien würde ich mich wohl eher zurückhalten. Ich gebe zu, da lese ich lieber im «Limmattaler» über die regionalen Sorgen meiner Heimat. 

Wer gewann die erste Debatte im amerikanischen Wahlkampf?
Die ging an Mitt Romney. Der US-Wahlkampf ist mein Ding. Ich liebe diesen Zirkus alle vier Jahre. Oft stehe ich in der Nacht auf, um die Reden zu verfolgen. Mein Arbeitsplan bei Radio Energy ist sogar darauf abgestimmt.

Was fasziniert Sie daran?
Ich muss irgendein Amerikaner-Gen in mir tragen, das mich emotional so bewegt, wenn der Präsident zu seinem Volk spricht. Mich fasziniert die Art und Weise, wie Barack Obama das tut. Ich flipp da manchmal fast aus. Mich beeindruckt diese Figur enorm. Ich glaube, dieser Mann alles Menschenmögliche, um Amerika zu führen. Sein Pech, dass er in einer Zeit wirken muss, in der die ganze Welt im Sterben liegt.

Können Sie eine Berufsgattung ausmachen, die sehr schlau ist?
Es gibt schon Leute, die erstaunlich viel wissen. Aber eigentlich stehe ich mehr auf Bauernschläue. Ich glaube, damit kommt man prima durchs Leben. Im Übrigen höre ich gerne älteren Menschen zu. Die haben richtig viel zu erzählen. «Die Alten sind die Bibliothek der Menschheit», heisst es. Das gefällt mir.

Es gibt einen Joker in der Show. Wer wäre Ihrer?
Mein alter Fernseh-Mentor und ehemaliger Chef Hannes Bichsel. Der kennt die Rückennummern der YB-Spieler und zählt dir locker ein paar Werke von Michelangelo auf. Diese Breite hilft auch bei «Top Secret».

Ihre Frau Viola Tami arbeitet bald auch beim Schweizer Fernsehen. Sie moderiert mit Sven Epiney «The Voice of Switzerland». Sind Sie stolz auf sie?
Vor allem bin ich voller Hoffnung, dass ich bald kürzertreten kann, wenn sie einen guten Job macht. Und ich bin sicher, dass sie das tun wird. In unserer Familie ist sie deutlich die Talentierteste.

«Top Secret»: Ab 10. Oktber, jeweils mittwochs, 20.05 Uhr, auf SF 1.

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