Christian Franzoso Seine 10 grössten «g&g»-Momente

Vom Rampenlicht hinter die Kulissen: Am Sonntag führte Christian Franzoso zum letzten Mal durch «g&g weekend». Jetzt macht er erst einmal Ferien in Gran Canaria, bevor er als Redaktor zum SRF-Promimagazin zurückkehrt. Mit SI online blickt er auf vier spannende Moderationsjahre mit vielen Prominenten zurück.

1) MEINE ERSTE SENDUNG:
«Als ich hörte, welche zwei Prominenten zu Gast sein werden, fiel ich fast vom Stuhl! Chef-Satiriker Viktor Giacobbo und Patrick Frey in meiner allerersten Sendung - ich habe wirklich Blut geschwitzt! Am Schluss gingen sie aber total nett und verständnisvoll mit mir um. Sie haben untereinander immer wieder Sprüche geklopft und so die Sendung zum Selbstläufer gemacht.»

2) MEINE LETZTE SENDUNG:
«Die war sehr schön! Endlich habe ich Ruth Maria Kubitschek kennenlernen können - es hat lange gedauert, bis es mit ihr als Studiogast klappte. Dass es die vielbeschäftigte Grand-Dame des Deutschen Fernsehens dann gerade in meine letzte Sendung geschafft hat, war Zufall und ein krönender Abschluss.»

3) DER TOLLSTE INTERVIEWPARTNER: 
«Das waren mehrere - diejenigen, die nicht nur hinter den Kulissen viel zu erzählen hatten, sondern auch vor der Kamera zu ihrem Wort standen. Vera Kaa zum Beispiel oder Christa de Carouge, die inzwischen sogar eine gute Freundin von mir ist.»

4) DER MÜHSAMSTE GAST:
«Diejenigen, die vor der Kamera kaum etwas verraten. Meistens sind das Prominente, die noch nicht viel erreicht haben, aber ein übertriebenes Star-Verhalten an den Tag legen. Namen darf ich keine nennen, sonst werden die betroffenen Personen künftig nicht mehr mit mir zusammenarbeiten.»

5) DAS ÜBERRASCHENDSTE INTERVIEW:
«Letzten November habe ich als Reporter Robbie Williams und Mark Owen interviewt. Die beiden wirkten völlig hinüber, sahen überhaupt nicht frisch aus. Dann ergab sich aber ein total cooles Gespräch - sie stelltem mir sogar noch Fragen, es wurde zu einer richtigen Unterhaltung. Mit den zwei hätte man sofort um die Häuser ziehen können! Am Schluss gratulierte mir ihre Managerin zu diesem auch für sie überraschenden Interview. Ein solches Feeedback ist toll!»

6) DER NERVENAUFREIBENDSTE MOMENT:
«Besonders aufgeregt war ich immer bei grossen Namen, die ich schon seit Kindsbeinen kenne. Zum Beispiel bei Emil, der obendrauf noch ein Wortkünstler ist. Bei solchen Gästen hat man das Gefühl, alles müsse perfekt und hochstehend sein. Nervös war ich auch, wenn die Antworten der Gäste kürzer ausfielen als erwartet. Schliesslich drehten wir ohne Schnitt, alles in einem Stück - da muss man sofort reagieren können.»

7) DIE GRÖSSTE PANNE:
«Als ein geplanter Gast nicht auftauchte. Den Namen will ich nicht verraten, nur so viel: Es war ein ehemaliger Sportler. Kurz vor der Sendung fehlte von ihm jede Spur. Als wir ihn per Telefon erreichten, meinte er, er sei schon auf dem Weg gewesen und dann auf halber Strecke wieder umgekehrt - wegen einer Magenverstimmung. Es gab auch immer wieder kleinere Pannen. Einmal ist die Lehne des Studiosofas abgefallen, manchmal funktionierte auch das Mikrofon plötzlich nicht mehr. Aber solche Dinge sind normal in unserem Business.»

8) ABFUHR VON STEPHANIE GLASER:
«Meine Zähne waren Schuld, warum sie nicht in die Sendung kommen wollte. Noch nie zuvor hatte jemand ein Problem mit meiner Zahnlücke. Sie sagte mir das persönlich, bei einem meiner Drehs als Reporter. ‹Mit dem Zeugs müssen sie irgendetwas machen!›, sagte sie mir. Ich habe sie später wieder getroffen, und sie hat stets nachgehakt, ob ich endlich meine Zähne hab machen lassen.»

9) DAS WERDE ICH AM MEISTEN VERMISSEN:
«Das Rampenlicht nicht unbedingt, aber die tollen Gespräche mit den interessanten Menschen aus der Schweizwer Showszene.»

10) MEINE WÜNSCHE FÜR DANI FOHRLER:
«Viel muss ich ihm nicht mit auf den Weg geben, er ist ja ein absoluter Profi. Aber ich wünsche ihm viel Glück, alles Gute und dass er nach so vielen Jahren im Geschäft noch genügend Biss und Neugierde hat, interessante Dinge aus den Prominentenn herauszukitzeln.»

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