Luca Hänni Seine ersten Stunden als Superstar

Für den Berner Oberländer hat sich ein Traum erfüllt. Luca Hänni ist der Gewinner der neunten Staffel «Deutschland sucht den Superstar». Wie er die ersten Stunden als Sieger verbracht hat und wie alles begann, SI online hat die Details.

Luca Hänni, 17, aus Uetendorf BE ist jetzt ein Superstar. Der Sieg am Samstag ist das Ende einer Reise, die am 14. Januar 2012 beginnt. Dann zeigt RTL Lucas ersten Casting-Auftritt. Mit Gitarre und sichtlich nervös stellt er sich der Jury: «Ich bin Luca und möchte euch etwas vorspielen.» Seine Interpretation von «One Step Closer» der Schweizer Band Myron trifft den Geschmack der Zuschauer - und der Juroren Natalie Horler, Bruce Darnell und Dieter Bohlen: «Du bist ein prädestinierter ‹Bravo›-Boy.» Der Rest ist Geschichte. Luca schafft es in den Recall. Er darf mit auf die Malediven. Er kommt in die Top 15. Er ist in den Liveshows und kämpft am Schluss mit Daniele Negroni, 16, um den Sieg. Bohlen sollte recht behalten, als er ihm im Recall prophezeit: «Du bist der absolute Favorit dieser Staffel.»

ALBUM ERSCHEINT SCHON IN ZWEI WOCHEN
Am Samstag, 28. April 2012, entscheidet Luca die neunte Ausgabe von «DSDS» für sich. Ein neues Leben beginnt. Als Superstar. Und das hat es von Anfang an in sich. Nicht einmal mit seiner Freundin Tamara, 19, kann Luca im Siegestaumel sprechen. «Sie haben ihn einfach weggezerrt», sagt sie zu SI online. Von einer ausgelassenen Feier mit seinen Liebsten, die wöchentlich mit einem Bus aus der Schweiz angereist sind, kann keine Rede sein. Für sie ist Luca nach dem Sieg unerreichbar. Fast eine Stunde verbringt er Backstage, wohl mit seinen neuen Managern, die ihm sagen, was in den nächsten Tagen ansteht: Pressetermine, der Clipdreh zur Siegersingle «Don't Think About Me», die Aufnahme des Debütalbums, die er gemäss Plattenfirma Universal in den nächsten zehn Tagen machen wird.

Der Familie bleibt nur Lucas Fanpost: Während seiner Wochen in der «DSDS»-Villa sammelten sich kistenweise Briefe, Pakete und Geschenke an. Das muss abgeholt werden. Von Mami, Papi, Stiefbruder, sonst wird es weggeworfen. «DSDS» ist vorbei. Ein Superstar ist gefunden.

Lange Zeit ist im Finale nicht klar, ob Luca das Rennen machen wird. Obwohl die Jury niemanden öffentlich favorisiert, sahnt Daniele mehr Lob ab. «Wie immer war das bei dir Jubel, Trubel, Heiterkeit, Daniele», meint Bohlen etwa nach dessen letztem Auftritt. «Ich bin stolz, dass du meinen Song gesungen hast. Danke.» Ganz anders klingt es nach Lucas Performance. Natalie Horler bemängelt «klitzekleine Fehler» im Gesang. Und Bohlen hofft «wirklich», dass für Luca angerufen wird.

Die immer wieder eingeblendeten Voting-Zwischenstände verdeutlichen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Finalisten. Am Anfang der Sendung stehen 50.7 gegen 49.3 Prozent. Der Abstand baut sich auf 52.3 und 47.7 Prozent aus. Kurz vor Schluss sind es 52.8 zu 47.2 Prozent. Luca gewinnt mit 52.85 Prozent der Anruferstimmen.

KEINE ZEIT FÜR FAMILIE UND FREUNDE
Bevor er die Nacht mit seiner Freundin verbringen darf - was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiss und deshalb bittere Tränen weint - muss sich Luca nach den Besprechungen noch ins Blitzlichtgewitter stürzen. Knappe fünf Minuten lang besucht er die Aftershow-Party zu seinen Ehren. Begleitet von zig Personen aus der Musik-, TV- und Unterhaltungsbranche. Von der Familie keine Spur: Die wartet vor der Messe-Halle des Kölner Coloneums. Die Kisten voller Fanbriefe sind im Car verstaut. Verstört, verwirrt - zum Teil auch traurig, wollen die nächsten Angehörigen und Freunde eigentlich ihren Luca in den Arm nehmen. Mit ihm feiern. Gratulieren.

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Doch sie können ihn erst am Morgen danach wieder in ihre Arme schliessen, der Rummel um seine Person ist zu gross. Sein bester Freund Alain befürchtet, dass die Freundschaft unter dem Superstar-Titel leiden könnte. Dass Luca lange nicht mehr nach Hause kommt. Es wird sich in den nächsten Wochen zeigen, wie sehr der Trubel um den Maurer-Lehrling aus Uetendorf BE anhalten wird, der einst nach Deutschland zog, um dort «One Step Closer» von Myron vorzusingen. Seine Debütsingle «Don't Think About Me» - produziert und komponiert von «Poptitan» Dieter Bohlen - belegt aktuell Platz 1 der deutschen Download-Charts.

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