Christoph Blocher Seine Frau plaudert aus dem Nähkästchen

Wenige Tage vor Kinostart des Films «L'Expériance Blocher» empfängt Christoph Blocher die «Schweizer Illustrierte» zu Hause in Herrliberg ZH. Silvia Blocher erzählt von ihrem gemeinsamen Leben - damals und heute. 
Christoph Blocher trinkt mit seiner Frau Silvia Kaffee
© SI/ Kurt Reichenbach

Wenn die Aussicht gut ist, tischen die Blochers das Zvieri in Richtung See auf, ansonsten schauen sie lieber auf die Anker-Bilder in ihrer Kunstsammlung.

Die Dokumentation «L'Expériance Blocher», die am Donnerstag in die Kinos kommt, zeigt das Ehepaar Blocher beim Schlafen, im Auto oder beim Jubeln - hautnah. Der Film des Westschweizers Jean-Stéphan Bron macht Christoph Blocher, 73, mächtig stolz - er zeige ihn als «normalen Menschen». «Nachdem ich den Film gesehen habe, war ich ziemlich erschöpft», sagt hingegen seine Frau Silvia  im Interview in der aktuellen «Schweizer Illustrierte». Der Film handle von einem grossen Teil ihres Lebens, einiges komme dabei zu kurz, anderes sei zu einseitig, sagt die 68-Jährige. Das störe sie. «Richtig gezeigt wird, dass Christoph ein Mann der Tat ist.»

Ein Mann der Tat ist er auch privat. «Also schüüch ist er nie gewesen. Sondern belesen und immer interessiert, das hat mir gefallen», sagt Silvia Blocher. Ihr Mann sei für sie vielseitiger, als er im Film dargestellt wird. Sie beschreibt den 73-Jährigen als verantwortungsbewusst, zuvorkommend, aufmerksam. Und grosszügig! «Ich glaube, ich könnte mir alles wünschen.» Seit die vier Kinder aus dem Haus in Herrliberg ausgezogen sind, planen sie jeden Monat ein freies verlängertes Wochenende.

Christoph Blocher vor seinem Haus in Herrliberg
© SI/ Kurt Reichenbach

In seinem 21 Meter langen Bassin in Herrliberg ZH schwimmt Christoph Blocher täglich seine Bahnen.

Klar, die Politik ist noch immer ein wichtiger Teil im Leben des Alt-Bundesrates. Aber Christoph Blocher gibts auch privat - etwa als Familienoberhaupt oder Opa von bald neun Enkeln. Gerne würde er mehr mit seinen Grosskindern unternehmen. Aber: «Die haben ja nie Zeit. Heutzutage müssen die Kinder zum Fussball, zum Tanzen, in den Musikunterricht, Ferienplausch...», scherzt er. Mit seinen eigenen Kindern sei er sehr konsequent gewesen. Vielleicht etwas zu sehr, wie er heute einräumt: «Als Markus nach dem Ausgang in Zürich mal den letzten Zug verpasste, rief er an und sagte, er müsse wohl nach Hause laufen. Er rechnete natürlich damit, dass ich ihn abholen würde.» Als er und sein Kollege dann in Feldmeilen ankamen, sei es schon fast hell gewesen.

Das grosse Doppel-Interview mit Silvia und Christoph Blocher lesen Sie in der «Schweizer Illustrierten» Nr.  42 - seit Montag, 14. Oktober 2013, am Kiosk oder auf Ihrem iPad.

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