Miss Schweiz 2011 Show-Kritik: «Einmal Fremdschämen bitte»

Bei der TV-Übertragung der Miss-Schweiz-Wahl am Samstag musste das Schweizer Fernsehen einige Pannen verbuchen. SI online hat für Sie die grössten Aufreger zusammengetragen.

Der erste Schocker kam schnell. Als am Samstag um 20.05 die Live-Show der Miss-Schweiz-Wahl 2011 begann, mussten wohl einige Zuschauer zweimal hinschauen: Matteo Pellis Co-Moderatorin Xenia Tchoumitcheva trat mit Schwarzhaar-Perücke auf die Bühne. Dieser erste «Hingucker» erwies sich als richtungsweisend für eine zweistündige Show voller Überraschungen. Dass diese nicht unbedingt positiv waren, zeigt sich anhand der Reaktionen auf Twitter - SI online fasst zusammen:

Die ersten Einspieler der 12 Miss-Schweiz-Kandidatinnen
Die Aufnahmen gleichen sich, eine Kandidatin spricht über ihr schönstes/schlimmstes Erlebnis und erklärt, warum sie sich als echte Schweizerin fühlt. Gleichzeitig zieht sie sich aus. Peinlicher Nebeneffekt - einige der Damen sprechen über echte Schicksale und enthüllen sich dabei. «Warum zieht sie sich aus, wenn sie über ihre tote Mutter spricht #scheissregie», heisst es auf Twitter. Oder: «Der Regisseur von #missCH scheint notgeil zu sein…»

Die Taschenlampen
Was hatte es bloss mit diesen Lampen auf sich? Während die Moderatoren durch die Show führten, während die Show-Acts auftraten und sogar während des Bikini-Durchgangs flimmerte es immer am Bühnenrand. Die Meinung eines Zuschauers dazu: «Einmal Fremdschämen bitte für das Miss-Schweiz-Publikum mit den Leuchtdingern!»

Der TV-Kommentar
Und täglich grüsst Sven Epiney. Das überraschte nicht, löste aber trotzdem einmal mehr Reaktionen aus: «Wer hätte das gedacht: Sven Epiney moderiert die #missCH Wahl». Dass der Moderator trotz langjähriger Erfahrung immer noch nervös zu sein scheint, macht ihn zwar sympathisch, trotzdem verwirrten seine Kommentare gerne mal. Da wurde aus Alina Buchschacher plötzlich Alina Bucher, Julia Flückiger wurde zu Giulia und die Dominikanische Republik hiess nach Epiney Dominikanien.

Das Telefon-Verwirrspiel
Einmal musste es ja passieren. Kurz vor der Finalrunde vertauschte das Schweizer Fernsehen die Telefonnummern von Giada Cattaneo und Julia Flückiger (die am Ende als Vize-Miss aus dem Rennen ging) - Epiney versuchte zu retten, doch ob das alle verstanden haben? 

Die Suche nach Mr. X
Ein Novum an der Miss-Schweiz-Wahl. Die drei Finalistinnen mussten sich für einmal nicht auf den heissen Stuhl setzen, sondern selber die Initiative ergreifen und via Fragerunde einen Mister X erkennen. Resultat: Keine hat Tour-de-France-Sieger Cadel Evans erkannt. Der Australier lebt zwar im Tessin, hat aber sonst wohl doch etwas zu wenig Relevanz für eine Miss.

Das Urteil
Die Suche nach positiven Reaktionen blieb erfolglos. Auf Twitter waren sich die Zuschauer schnell einig: «Bin sprachlos…jetzt kommt mir die Miss-Schweiz-Wahl vor wie Sketche von Benissimo», heisst es. Oder: «Mein Gott ist dieses Jahr Miss Schweiz scheisse!!»

Jetzt sind Sie gefragt: Wie fanden Sie die Show?
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Alles zur neuen Miss Schweiz Alina Buchschacher erfahren Sie im SI-online-Dossier zum Thema.

Wer die Sendung nochmal sehen möchte - die ganze Show ist auf dem Videoportal des Schweizer Fernsehens verfügbar.

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