Cecilia Bartoli Sie beweist Mut mit Kunstglatze

Was für eine Verwandlung! Mit Kreuz in der Hand und Siegelring am Finger katapultiert Cecilia Bartoli ihre Fans ins Mittelalter. Für ihr Barock-Projekt «Mission» liess sich die Mezzosopranistin eine aufwendige Kunstglatze verpassen. Und posiert mit dem irren Blick eines Exorzisten vor der Kamera.

Die Diva wandelt auf den Spuren des lange vergessenen Opernkomponisten, Diplomaten und Spions Agostino Steffani (1654-1728). Cecilia Bartoli: «Als Abgesandter des Vatikans durchquerte er Europa und verzauberte mit seiner grandiosen Musik die Fürstenhöfe.» Ihr letztes Projekt, «Sacrificium», war den Kastraten Neapels gewidmet - ein trauriges Kapitel. «Diesmal ist es das geheimnisvolle Leben Agostino Steffanis, das mich wie ein Blitz traf.»

21 Weltpremieren gibt die fünffache Grammy-Gewinnerin auf ihrem neuen Album zum Besten. Bei Recherchen wurde der quirligen Schweizerin mit italienischen Wurzeln und Wohnsitz an der Zürcher Goldküste klar: «Das ist auch ein Fall für meine Freundin Donna Leon.» Die beiden Superstars trafen sich kurzerhand zum Brainstorming. Und sorgen ab dem 21. September für die CD- und Buch-Sensation des Herbsts. In ihrem mit Spannung erwarteten Krimi «Himmlische Juwelen» (der erste ohne Commissario Brunetti) lässt die Bestsellerautorin aus Venedig ihre Protagonistin Caterina Pellegrini den verschollenen Nachlass eines Barock-Komponisten finden.

Und wann missioniert Cecilia Bartoli in der Schweiz? «Ich freue mich auf mein Konzert am 7. Dezember in der Tonhalle Zürich. In der Heimat zu singen, ist immer ein Fest.» Psst! Auch privat war La Bartoli in geheimer Mission unterwegs. Ende 2010 heiratete sie ihren Verlobten, den Zürcher Bariton Oliver Widmer, 47. Nichts davon drang bisher an die Öffentlichkeit. Wie es sich für eine brillante Spionin gehört.

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