Pascale Bruderer Sie erwartet ihr erstes Kind

Kurz nach den Wahlen im November wird SP-Nationalrätin Pascale Bruderer ihr erstes Kind zur Welt bringen. Für den Ständerat kandidiert sie trotzdem.
Pascale Bruderer beim Klettern: Nach der Geburt ihres ersten Kindes wird sie erst einmal einen 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub beziehen.
© Kurt Reichenbach Pascale Bruderer beim Klettern: Nach der Geburt ihres ersten Kindes wird sie erst einmal einen 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub beziehen.

Die Aargauer SP-Nationalrätin Pascale Bruderer ist schwanger, wie sie in einem am Donnerstag in der «Aargauer Zeitung» publizierten Interview verrät. Für ihren Mann und sie sei es «seit Längerem klar, dass wir uns eine Familie wünschen. Dass es jetzt so weit ist, ist ein grosses Geschenk.» Deshalb sei es auch der richtige Moment - trotz der bevorstehenden Wahlen, sagte Bruderer, die 2010 den Nationalrat präsidierte.

Im November, kurz nach den eidgenössischen Wahlen, soll das erste Kind der 33-jährigen Politikerin zur Welt kommen. Die Schwangerschaft ändert aber nichts an den politischen Plänen Bruderers, sich um einen Sitz im Ständerat zu bewerben - anders als bei SP-Fraktionschefin Ursula Wyss, die ebenfalls ein Kind erwartet, deshalb aber auf eine Ständeratskandidatur im Kanton Bern verzichtet.

«Als ich nominiert wurde, wusste ich noch nicht, dass ich schwanger bin», sagte Bruderer in dem Interview. Intensive Gespräche auch mit ihrer Ärztin hätten ergeben, dass eine Schwangerschaft ohne Komplikationen und ein Wahlkampf gut vereinbar seien. «Deshalb habe ich beschlossen, an der Kandidatur festzuhalten». Bruderer soll für die SP Aargau erstmals seit über 60 Jahren einen Ständeratssitz erobern. Von ihrer Partei habe sie «den vollen Rückhalt». Schafft sie den Sprung in den Ständerat, will Pascale Bruderer ihre berufliche Tätigkeit als Geschäftsführerin der Krebsliga Aargau aufgeben, um mehr Zeit für ihr Kind zu haben.

Sie werde einen 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub beziehen. «Wenn es meinem Kind und mir gut geht, trete ich danach wieder politisch in Aktion.» Wie ihre Pläne aussehen, sollte sie nicht in den Ständerat einziehen und lediglich als Nationalrätin wiedergewählt werden, liess Bruderer offen.

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