Russenberger & Fluri Sie sind die neuen Missen-Chefs

Die Missen sind gerettet! Der Zuger Unternehmer Guido Fluri ist neuer Besitzer der Miss-Schweiz-Organisation. Geschäftsführer wird Karina Bergers Ehemann Thomas Russenberger. Berger und Christoph Locher, die beiden früheren Eigentümer, bleiben im Verwaltungsrat.

Zwei starke Männer für die Missen! Die Miss-Schweiz-Organisation gehört neu der GF Group Holding AG, Inhaber der Firma ist der Zuger Unternehmer Guido Fluri, 46. Fluri ist nach eigenen Angaben mittellos aufgewachsen, jobbte früher als Tankwart und besitzt heute über seine Gruppe, die zu hundert Prozent ihm gehört, Immobilien mit einem Anlagevolumen von mehreren hundert Millionen Franken. Ebenfalls in seinem Besitz befindet sich eine Stiftung. Die «Guido Fluri Stiftung» definiert ihre Zwecke wie folgt: Mitwirkung gegen Hirntumore, Verhinderung von Gewalt an Kindern und verbesserte Integration von schizophrenen Menschen. Dies nicht von ungefähr: Fluri erkrankte vor einigen Jahren selbst an einem Hirntumor. Als Kind lebte er im Heim und seine Mutter leidet an Schizophrenie. Rund ein Drittel seiner jährlichen Einnahmen gehen an seine Stiftung, sagte Fluri Anfang Jahr in einem Interview mit der «Neuen Luzerner Zeitung». Guido Fluri ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Geschäftsführer wird ab 1. September Thomas Russenberger, 45. Seine Ehefrau Karina Berger, 44, ist auch in Zukunft für die Betreuung der Kandidatinnen und der Miss Schweiz verantwortlich.

«Mein Einstieg bei der Miss-Schweiz-Organisation hat sich mehr oder weniger per Zufall ergeben», sagt Thomas Russenberger zu SI Online. Der Banker hat sich beruflich gerade neu orientiert, als die Organisation verkauft wurde. Der neue Besitzer Guido Fluri fand die Idee gut, zumal Russenberger das ganze Missen-Business sehr gut kennt. «Und ich denke, Karina und ich sind auch im Geschäftsleben eine gute Kombination.» Natürlich habe er Respekt vor seinem neuen Aufgabenfeld. Auf die Zusammenarbeit mit seiner Frau freue er sich aber. «Karina ist sehr kreativ, ich bin eher rational, wir ergänzen uns also gut. Zudem waren die Missen bei uns schon immer ein grosses Thema am Küchentisch, es wird sich also gar nicht so viel ändern.» 

Im Mai diesen Jahres hatte die Miss-Organisation bekannt gegeben, dass die nächste Wahl wegen fehlender Gelder verschoben werden muss. Wann und wo der Schönheitswettbewerb 2013 stattfindet, werden die neuen Besitzer zu einem späteren Zeitpunkt kommunizieren. Alina Buchschacher, 21, bleibt bis dahin im Amt und wird die Schweiz im Dezember 2012 an der Miss-Universe-Wahl vertreten.

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