Einchecken bei 77 Bombay Street Simri Buchli wird Hostel- und Club-Betreiber

Der Jüngste der Brüderband 77 Bombay Street hat grosse Pläne: Simri Buchli übernimmt in Chur einen Club inklusive Hostel. Früher teilte er mit seinen Brüdern ein Zimmer, jetzt dürfen diese gratis in seinem Massenschlag nächtigen.
Simri Buchli 77 Bombay Street und Freundin Daniela Bürki im Hostel
© Lucian Hunziker

Simri Buchli von 77 Bombay Street übernimmt mit Freundin Daniela Bürki die Jugendherberge «Just Be Nice» in Chur und macht das «Viva» daraus.

Ein Zimmer, viele Betten. Das kennt Simri Buchli, 25, nur zu gut. Mehrere Jahre hat er mit seinen drei Brüdern und Bandmitgliedern von 77 Bombay Street ein Zimmer geteilt. Jetzt übernimmt er ein Hostel inklusive Massenschlag in Chur GR und eröffnet im Erdgeschoss noch einen Club. «Ich miete gleich die ganze Hütte, damits keine Reklamationen gibt», sagt er gegenüber SI online. Eigentlich wollte er sein Geld in Immobilien anlegen, jetzt investiert Buchli ins Churer Nachtleben. «Ich will nicht, dass die Stadt einschläft und habe jetzt die Möglichkeit dies zu ändern. Also packe ichs an!» Der geplante Name «Viva» - auf Deutsch: «es lebe» oder «zum Wohl» - passt da nur allzu gut.

Damit er das finanzielle Risiko nicht alleine trägt, hat er einen Geschäftspartner. Die Jugendherberge wird er zusammen mit Kollege Adriano Mainetti betreiben, im Club amtet zudem seine Freundin Daniela Bürki, 26, als Barchefin. «Sie arbeitet gratis für mich», sagt Simri. «Sicher nicht!», entgegnet sie. Seit fünf Jahren sind sie ein Paar, haben den wachsenden Erfolg der «Bombays» gemeinsam erlebt und sind so ein eingespieltes Team geworden. «Simri wird sicher ein strenger Chef, aber ich freue mich mit ihm Zeit bei der Arbeit zu verbringen», so die gelernte Sozialarbeiterin.

Events, Unplugged-Konzerte und sogar ein eigenes Bier namens «V» sind in Planung. «Er hat noch viele verrückte Ideen. Ein Club zu übernehmen ist so Simri-Like», sagt Daniela Bürki. «Er ist voller Energie, hat eine Riesenfreude. Das ist wichtig.» Insbesondere weil noch viel Arbeit ansteht. Im März ist Schlüsselübergabe, im April Umbau und im Mai Eröffnung. «Es ist zwar mein Ding, aber meine Brüder unterstützen mich sehr», so Simri Buchli. Esra, 29, kann als Grafiker mithelfen, Joe, 31, erledigt die Finanzen und Matt, 33, so meint Simri, werde bestimmt mal mit anpacken. Küche, Club und die Schlafräume will er renovieren. Selber wird Simri als gelernter Sanitär-Monteur vor allem beim Umbau der Küche Hand anlegen. Und eines ist jetzt schon sicher: Für seine Brüder sind die Übernachtungen im Massenschlag gratis.

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