Schweizer des Jahres So erfuhr Dario Cologna von seinem Sieg

Er war der Star des Abends. Und glänzte mit Abwesenheit: Dario Cologna. An der SwissAward-Show im Hallenstadion wurde der Langläufer am vergangenen Samstag zum Schweizer des Jahres gewählt. SI-Sportchef Iso Niedermann übergab ihm am Tag darauf die Trophäe im Allgäu und sprach mit dem Sportler über die besondere Auszeichnung.

Ein paar gemütliche Kilometer mit Freundin Laura auf der Loipe, anschliessend ein bisschen Sauna und Massage, als Krönung ein erlesenes Gourmet-Menü - Dario Cologna, 26, verbrachte den vergangenen Samstag im allgäuischen Balderschwang ganz nach seinem Geschmack. Die grosse Aufregung kam erst am Abend, als seine Freundin in Freudentränen ausbrach, erzählt er der «Schweizer Illustrierten».

Er sass gerade im Speisesaal, als ihm bewusst wurde, dass er der Nachfolger von Didier Cuche und somit Schweizer des Jahres werden könnte. Zusammen mit seiner Freundin Laura zog er sich mit dem Dessert ins Hotelzimmer zurück, um die Entscheidung des SwissAward 2012 am Fernseher zu verfolgen. Colognas Name leuchtete zuoberst auf - er ist Schweizer des Jahres 2012. «Ich sass sprachlos vor dem TV-Gerät und konnte es überhaupt nicht fassen», sagt Dario Cologna im Gespräch mit SI-Sportchef Iso Niedermann, der extra ins Allgäu reiste, um ihm die Trophäe am nächsten Morgen zu übergeben. 

Welche Ehre dem Langläufer da zuteil wurde, begriff er erst im Laufe des Sonntages. «Schweizer des Jahres - das ist eine Ehre, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann. Umso mehr, als ich wirklich nicht die allerleiseste Hoffnung darauf hegte. In einer Reihe mit Leuten wie Federer, Cuche, Prêtre oder Widmer-Schlumpf zu sein, ist gewaltig.» 

Und weil er nicht damit rechnete, glänzte Dario Cologna eben mit Abwesenheit. «Der Kurzurlaub mit Laura war mir zu wichtig, als dass ich ihn für eine Reise nach Zürich unterbrochen hätte. Nur um dann dem Sieger vor Ort applaudieren zu können.» Hätte er geahnt, dass er tatsächlich gewählt werde, wäre er sicher ins Hallenstadion gegangen.

Stattdessen feierte er mit einem Glas Champagner seinen Titel nach der Verleihung in der Hotelbar. Am Morgen danach ereilte ihm noch eine besondere Ehre: Didier Cuche gratulierte. Und Cologna-Fanklub-Mitglied Ueli Maurer? «Ebe nitt!», sagt Dario mit seinem typischen Lachen. Bei ihm deuten die markanten Schlitzaugen eben auf Schlitzohrigkeit.

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