Miss Schweiz 2011 So mobilisieren sie ihre Fans

Noch zweimal schlafen, dann entscheidet sich, wer Miss Schweiz 2011 wird. Jede der zwölf Kandidatinnen hofft auf möglichst viele Anrufe und die Unterstützung ihrer Fans. SI online erzählen sie, was sie für den Stimmenfang alles unternehmen - oder erledigen lassen.

An der Miss-Schweiz-Wahl hat nicht nur die Jury um Whitney Toyloy und Tanja Gutmann das Sagen, sondern auch - oder vor allem - die Fans. In den ersten beiden Wahlgängen der Live-Show zählen Publikumsstimmen zu 50 Prozent, im letzten und entscheidenden Durchgang gar zu 100 Prozent. Die meisten der zwölf Kandidatinnen setzen darum auf Facebook, um dort Fans zu mobilisieren. Miss Zürich Cleo Heuss, 18, sagt gegenüber SI online: «Ohne Facebook geht's heute fast nicht mehr. So erreicht man sehr schnell sehr viele Menschen.» Sie betreibt ein Profil, das sie wie eine Fan-Page behandelt. Über 4800 Freunde hat sie, täglich gehen mindestens 70 Anfragen ein. «Da ich selbst keine Zeit mehr habe, meine Seite zu verwalten, erledigt dies eine meiner Kolleginnen. Sie besitzt meine Login-Daten - ich vertraue ihr da voll und ganz.»

Mangels Zeit setzen auch Jessica Haag, 20, Ashley Balmer, 19, und Giada Cattaneo, 22, auf die Hilfe ihrer Freunde. So werden auf Giadas Seite regelmässig Fotos online gestellt und jene von Jessica haben gar ganz ihre Freunde kreiert. Ashley ergänzt: «Gerade jetzt im Missen-Camp in Lugano kann ich mich abends nicht mehr vor den Computer setzen.» Sie sei einfach zu müde nach den langen Trainings und wolle nur noch schlafen.

Die Fan-Arbeit selbst in die Hand genommen haben hingegen Simone Casanova, 25, und Julia Flückiger, 23. Die Schaffhausenerin sagt: «Die Fan-Seite habe ich erstellt, um meinen Leuten einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren.» Ausserdem konnte sie ihren Freund Ronny Spitzli dazu überreden, sein Facebook-Foto mit ihrem «Julia für Miss Schweiz»-Bild auszutauschen. Ihre Mobilisation beschränkt sich jedoch nicht nur aufs Internet. «Ich habe in den letzten Wochen so viele Pressetermine wie möglich wahrgenommen. Und mein ehemalige Fahrlehrer macht mit einem Plakat Werbung für mich.» Simone Casanova hofft, durch ihre zahlreichen Auftritte in Basler Medien, ihren Bekannheitsgrad gesteigert zu haben. «Ich liess zudem Flyer drucken.»

Die jüngste unter den Kandidatinnen, Kristina Bazan, 17, ist zugleich auch jene, die Stimmen vom Ausland bekommen könnte. Auf ihrem in der Modewelt angesehenen und bereits ausgezeichneten Blog macht sie Werbung für ihre Teilnahme. Allein auf ihrer Facebook-Fan-Seite hat sie knapp 5000 Freunde. «Ich habe auch an diversen Veranstaltungen teilgenommen, um so viele wie möglich für mich mobilisieren zu können.»

Abgesehen von etwas Medienarbeit unternimmt die Westschweizerin Julia Marinkovic, 19, nichts, um Stimmen für sich zu gewinnen. Trotzdem glaubt sie, nicht unterzugehen. «Es gab viele Leute, die in Zeitungen auf mich aufmerksam wurden. Sie meinten, für mich anrufen zu wollen. Auch meine Tante forderte viele aus ihrem Bekanntenkreis auf.»

Wessen Fan-Arbeit sich ausbezahlt, erfahren Sie am Samstagabend, ab 20.05 auf SF 1 - und auf dem SI-online-Live-Ticker.

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